Der Intendantenklub
Bald wird das alles der Vergangenheit angehören – das winzige Büro mit den stoffbespannten Wänden («in eigener Regie verschönert»), der Besprechungsraum nebenan («viel Buch auf wenig Regal»), überhaupt der ganze Flügel im Verwaltungstrakt der Berliner Staatsoper, in dem das Berliner Staatsballett residiert. Denn die Tänzer und ihr liebevoll «Vladi» genannter Chef (Klarname Malakhov) wandern westwärts ins Schiller-Theater.
Die Frau, die das alles unter ihren Fittichen hat – «drei Baustellen, Umzugslogistik planen» und nebenbei noch künftige Inszenierungen vorbereiten –, heißt Christiane Theobald und ist die stellvertretende Intendantin des Staatsballetts. Auf dem Papier. In Wahrheit ist die elegante Brünette ein Allround-Talent, eine besessene Netzwerkerin, die sich zu nachtschlafener Zeit mit mind-mapping sessions vergnügt – allein, versteht sich. Im stillen Kämmerlein tüftelt Christiane Theobald aus, wer einen adretten Kooperationspartner für die Truppe abgeben könnte oder wie sich der Regierende Bürgermeister (alias Wowi) als Schirmherr ihres nächsten Coups gewinnen ließe. Wenn diese Frau sich überhaupt je einen Korb holt, wird sie das als prickelnde challenge begreifen. Weil ...
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Die Württembergischen Staatstheater mit drei verantwortlichen Intendanten für Oper, Schauspiel und Ballett teilen ihre Infrastruktur unter einem Geschäftsführenden Intendanten, was die Kostenberechnung für die einzelne Sparte unmöglich macht. Die Summe von 3.591.479 Euro, die das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst als Landesanteil für das Stuttgarter...
Aggression und unterschwellige Botschaft, latente Kritik an militaristischem (Tanz-)Gleichschritt, wahnsinnige Politiker und drucksende Anhänger, unterjocht oder begeistert, dazu die eigenen Hardrock-Attacken: Sein neues, sein sechstes und sein erstes abendfüllendes Stück mit dem nicht weiter ergründeten noch erklärten Titel «Political Mother» ist wieder ein...
In Hessen kann man Tanz vor allem studieren. Die entsprechende Abteilung der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) residiert im Souterrain (die Hochschule hofft 2014 auf einen Neubau) und ist auf zeitgenössischen wie klassischen Tanz ausgerichtet. Acht Semester dauert das Bachelor-Studium, seit 2007 ist hier auch der...
