Wie eine Tanzstadt entsteht
Gérard Violette, der das Théâtre de la Ville etablierte, hat sich aus Paris zurückgezogen. Guy Darmet gibt in Lyon die Leitung von Biennale und Maison de la Danse ab, um seinen Lebensmittelpunkt wahrscheinlich nach Brasilien zu verlagern. Damit hat Frankreich nur noch einen aktiven Kurator aus der Gründerzeit des Tanzkults: Jean-Paul Montanari in Montpellier. Wie Violette und Darmet prägte auch er die Entwicklung der Szene. Als Letzter unter der Sonne strahlt Montanari nun umso heller. Aber ein düsterer Ruf eilt ihm voraus, der eines herrischen, impulsiven Charakters.
Besonders nervös wird er, wenn man ihn auf seine Zukunft anspricht. Jedesmal vermutet er die versteckte Frage oder gar die Forderung nach seinem Rücktritt. Dabei geht es für ihn, den 62-Jährigen, noch immer vorwärts. «Montpellier Danse» freut sich auf den Einzug in die Agora / Cité Internationale de la Danse. Das Freilufttheater wurde renoviert und bietet nun fast 600 Plätze. Zum ersten Mal verfügt das Festival auch über eigene Tanzstudios und Ausstellungsräume. Erstmals kann Montanari zudem Residenzen anbieten und die ganze Saison über Künstler und Publikum zusammenführen. Genaue Pläne hat er angeblich nicht. So ...
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rosemary butcher
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