Die Professorin: Juliana Sabino Wilhelm
Seit August sind Sie, gerade mal 28 Jahre alt, Professorin für Klassischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Wie fühlt sich das an? Ich fühle mich geehrt, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird, und sehe zugleich die Verantwortung. Die Palucca Hochschule setzt auf fortschrittliche Entwicklungen in der Ausbildung im Klassischen Tanz. Ich bin sehr froh, dazu beitragen zu dürfen.
Als Kind waren Sie zu klein und zu pummelig fürs Ballett, später zu groß.
Hat diese Erfahrung Sie geprägt? Und wie gehen Sie als Pädagogin mit solchen Figur-Themen um? Sicherlich hat mich diese Erfahrung geprägt. Im Klassischen Tanz werden die Körper von Tänzerinnen und Tänzern heute allerdings viel differenzierter beurteilt, auch wenn bestimmte ästhetische Vorstellungen natürlich vorhanden sind. Ich versuche, meine Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ein realistisches Bild von sich selbst zu entwickeln und von dem, was sie mit ihrem Körper erreichen können. Die heutige Tanzwelt bietet viel mehr Möglichkeiten innerhalb des Vokabulars des Klassischen Tanzes. Trotzdem ist es mir wichtig, neben ballettästhetischen auch die funktionellen und gesundheitlichen Aspekte in ...
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Tanz Februar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Interview: Christine Matschke
Prix de Lausanne
Mitfiebern gilt ja nicht nur bei Olympia, sondern auch beim «Prix de Lausanne», dem prestige- und traditionsreichen Ballettwettbewerb, der Anfang Februar in diesem Jahr in Montreux im Auditorium Stravinski stattfindet. Die 15- bis 18-jährigen Kandidaten (m/w/d) aus aller Welt konkurrieren um Preise und Belohnungen in Form von Stipendien an...
Mit «Cinderella» gab Gregory Dean, seit 2013 Principal Dancer beim Königlich Dänischen Ballett, sein Choreografie-Debüt in Kopenhagen. Sensationell war das nicht, und insofern bleibt es erstaunlich, dass man ihn im Anschluss daran sogleich auf Leben und Werk der großen dänischen Schriftstellerin Karen Blixen angesetzt hat. Deren Bücher sind subtil, dramatisch,...
CD des Monats: Facce d‘amore
Eine «geläufige Gurgel», wie sie einst Mozart einer seiner Interpretinnen zugestand, reicht heute nicht. Im Theater erhofft man sich mittlerweile mehr Körperbeherrschung. Breakdancer muss man zwar nicht unbedingt sein, aber für Jakub Józef Orliński ist es sicher von Vorteil, über entsprechende Erfahrungen zu verfügen. Der 30-jährige...
