tanzmedizin heute
Es war Zufall, dass der Sportwissenschaftler Hans Rieckert in einem Flugzeug einmal neben John Cranko zu sitzen kam. Die beiden führten ein Gespräch über Belastungen des Herzkreislaufsystems im Bühnentanz. Die Unterhaltung muss den damaligen Lehrstuhlinhaber an der Universität Kiel beeindruckt haben – Glück für die Studentin Eileen M. Wanke. Als sie sich im Wintersemester 1989/90 wegen einer tanzmedizinischen Doktorarbeit bei Rieckert vorstellte, bot er ihr dieses Thema an.
Etwas später machte die junge Frau ihre erste Facharztausbildung, und der Chef ermöglichte ihr, in einem «center of dance medicine» tanzende Patienten zu untersuchen. So schob sie ein Forschungsprojekt an, knüpfte erste Kontakte ins Ausland. Eileen M. Wanke war also prädestiniert dafür, Gründungsmitglied einer Organisation zu werden, die die Tanzwelt gesünder machen sollte.
Wie Liane Simmel. Sie hatte in München und bei Merce Cunningham in New York Tanz studiert. Während eines späteren Theater-Engagements hatte die Tänzerin und Choreografin ein Studium der Humanmedizin begonnen. Nach ihrem Staatsexamen schaute sie sich die internationale Szene der Tanzmedizin an. In New York durfte sie William Hamilton, medical ...
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Tanz März 2016
Rubrik: Praxis, Seite 68
von Bettina Trouwborst
ausstellung: jean dubuffet
Noch bis zum 8. Mai läuft die Retrospektive in der Fondation Beyeler in Basel: Gewidmet dem ebenso facettenreichen wie fantasievollen Œuvre von Jean Dubuffet (1901 – 1985), in dem selbst Körper, Gesicht und Objekt zu einer Landschaft werden können.
«Metamorphosen der Landschaft» nennt sich denn auch die Schau, die sich um eines seiner...
Sieben Jahre ist «Hold Lightly» alt. Im Rahmen eines «Beethoven»-Abends des Kevin O’Day Ballett Mannheim entstanden, nahm die damalige Solistin des Stuttgarter Balletts das Klavierkonzert Nr. 3 c-Moll zum Anlass, «Zäsuren und Neuanfängen» nachzuspüren wie auch der «Frage nach dem Weitergehen und Zurücklassen und dem, was ihm folgt». Bridget Breiner stand seinerzeit...
Es ist überaus anregend, sich mit Adam Linder über Tanz zu unterhalten (siehe tanz 10/13). Der Australier ist ein kluger Kopf. Demnächst wird er auch an einer Universität in Los Angeles unterrichten. Über kulturelle Formen, ihren Kontext und ihre Konditionen zu reflektieren, sei ein ganz wesentlicher Aspekt seiner künstlerischen Arbeit, betont er. Und beschreibt...
