highlights
ludwigshafen_________
africtions
Klar, dass «Coup fatal» (tanz 8-9/14), dass Alain Platel mit seinen singenden Dandys aus dem Kongo dieses Fest eröffnen muss. Ein Afrika-Tanzfest völlig frei vom gereizten Blick auf das Ebola-Virus und ohne den nervösen Blick auf Frontex-Grenzen. Stattdessen wird hier eine vorbildliche Koproduktion möglich: Der Pfalzbau in Ludwigshafen reicht dem Bremer steptext dance project die Hand, zusammen mit dem afrikanischen Tanzzentrum in Deutschland, der DansArt-Biennale in Bielefeld.
Den Anfang macht Ludwigshafen mit Helge Letonjas in Bremen wie im Senegal entstehender Uraufführung «Boxom». Was folgt, hat absoluten Seltenheitswert: Fast alle afrikanischen Kompanien zeigen Uraufführungen. Zu den Tanzpionieren aus Madagaskar, Côte d’Ivoire, Tschad gesellen sich noch die gerühmten «Afro-Dites» von Jant-Bi aus dem Senegal und Dada Masilos südafrikanische «Carmen».
Zeitgenössisch tanzendes Afrika ist zuerst zu sehen in Ludwigshafen, Pfalzbau, 24. Okt. bis 13. Nov.; in Bremen, Schwankhalle, 6.–16. Nov.; parallel dazu in Bielefeld, 12.–16. Nov.,
africtions.com
oldenburg_________
antoine jully
tritt sein Amt als Ballettchef an. Wie beginnt er? Indem er den ...
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Tanz Oktober 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 31
von
Es kommt nicht so oft vor, dass ein Ballett über alle Gräben von Generation und Gesinnung hinweg Begeisterung auslöst. Jean-Christophe Maillot ist das mit seiner Fassung von William Shakespeares «Der Widerspenstigen Zähmung» am Bolshoi gelungen. Die Premiere der exklusiven Produktion war – echte Rarität – ein voller Erfolg, wurde von Jung und Alt, Progressiven und...
‘Talk to the demon’ is Wim Vandekeybus’ gripping portrait of humanity as a sometimes grand but more often cruel race. In his view however, this cruelty is merely a cover for a deep fear not to be loved by others. The only characters that seem to escape this fate are children. They play the main characters in this work. This time, Vandekeybus exceptionally chose not...
Es klingt wie eine Liebesgeschichte, wenn Choreografen anfangen, über Brendan Dougherty zu reden: «Ein großartiger Künstler», «ein brillanter Musiker», «a queer ally», «einer, der gute Energie mitbringt», «kein Dogmatiker, sondern einer, mit dem man genauso über Pop, RnB wie über Hip-Hop reden kann».
Dougherty selbst neigt nicht zu irgendwelchen Gefühlsbekundungen,...
