nach kuba: carlos acosta
wollte Gutes tun – und hat sich eine Menge Ärger eingehandelt. Der gebürtige Kubaner, regelmäßiger Gaststar beim Royal Ballet in London, denkt so langsam ans Aufhören und deswegen über eine neue Lebensaufgabe nach. In Havanna ist er fündig geworden. Dort modert seit fast 50 Jahren ein Campus vor sich hin, auf dem Fidel Castro einst alle nationalen Kunsthochschulen versammeln wollte – unter revolutionär geschwungenen Dächern, versteht sich. Dann aber ging dem Maximo Líder das Geld aus, weshalb die architektonisch ambitionierte Tanzakademie Ruine blieb.
Auftritt Carlos Acosta, der eine Stiftung gegründet und Geld gesammelt hat, um den Bau zu Ende zu bringen und seiner ursprünglichen Bestimmung zu übergeben. Unterstützt wird er dabei vom Renommier-Architekten Sir Norman Foster, was wiederum jenen italienischen Kollegen auf den Plan rief, der 1961 für den Generalentwurf verantwortlich zeichnete und sich nunmehr ausgebootet sieht: Vittorio Garatti unterstellt dem Tänzer, dieser wolle sich kubanischen Nationalbesitz «aneignen», um ihn zu «privatisieren».
Tatsächlich beabsichtigt Acosta substantielle Änderungen, etwa ein Theater einzupassen, wo keines vorgesehen war, und Unterrichtsräume ...
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Tanz Januar 2013
Rubrik: menschen, Seite 29
von Dorion Weickmann
«Die ganze Welt ist eine Bühne», heißt es in Shakespeares «Wie es euch gefällt», als der melancholische Jacques das Leben in sieben Altersstufen unterteilt. Wenn wir das ein Stück weit wahr werden ließen? Die kleinen Ballerinen in den Konservatorien träumen davon, ihr ganzes Leben dem Tanz zu verschreiben. Für Repetto, 1947 von Roland Petits Mutter Rose Repetto als...
Die Nachwuchsförderung des Königlich Dänischen Balletts trägt Früchte: Zum ersten Mal in der Geschichte des Erik-Bruhn-Preises wurden beide Auszeichnungen für herausragende Tanztalente an Absolventen der Kopenhagener Ballettschule vergeben. Ida Praetorius und Andreas Kaas, seit 2012 Mitglieder der royalen Kompanie, überzeugten die fünf internationalen...
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