brüssel: wim vandekeybus «monkey sandwich»

In Hamburg wieder vom 24. bis 26. Mai 2012 auf dem Programm: Wim Vandekeybus' Stück zwischen Film und Tanztheater.

Tanz - Logo

Er ist ein Choreograf und ein begnadeter Filmemacher: In «Monkey Sandwich» dominiert der Filmemacher Wim Vandekeybus. Der Choreograf in ihm nimmt sich des Soloperformers Damien Chapelle an, der unterhalb der Leinwand ein sonderbares Eigenleben führt und erst nach und nach die bemerkenswerten Bezüge zwischen Film und Bühne entdecken lässt.

Für den Film fand Vandekeybus seine Besetzung im Schauspiel Köln, (wie Torsten Peter Schnick, Birgit Walter, Anja Herden und Anja Laïs), in Jerry Killick von Forced Entertainment, Carly Wijs und dem Tänzer Davis Freeman. Sie alle spielen sich selbst.

Killick macht die deutschen Schauspielerinnen fertig mit seiner ­Forderung, endlich «echt» zu sein. Er will das Gefühl eines Horrors erzielen, wie ihn das Leben in den Städten parat habe. Und Killick hat Erfolg. Allmählich wirken die Performer wie wahnsinnig gewordene Tänzer. Nur ihm reicht es nicht. Er flieht aus dem Theater und zieht in ein Dorf hinterm Deich – der bricht. Das Dorf wird weggeschwemmt, mit ihm seine Frau und ihr ungeborenes Kind. Dieses Unglück treibt Killick in ­exakt jenes tatsächliche, authentische Delirium, das er in seinem vorigen Leben vergeblich den Schauspielerinnen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz November 2010
Rubrik: kalender, Seite 46
von Pieter T’Jonck

Vergriffen
Weitere Beiträge
Ludwigshafen: «no ballet» zum fünften

Von einem Spitzenschuh war bei «no ballet», dem Choreografiewettbewerb in Ludwigshafen, mal wieder nichts zu sehen. Bei «No Man is an Island» wär’s auch viel zu gefährlich gewesen. Acht Minuten lang tanzte der eine auf dem Körper des anderen, ohne auf die Nase zu fallen: eine riskante Performance, die von der Jury prompt mit dem ersten Preis bedacht wurde. Erik...

handbuch für choreografen

Kann man das Choreografieren mittels Büchern lernen? Natürlich nicht. Dennoch hat der berühmte englische Choreograf und Tänzer Jonathan Burrows ein Buch geschrieben, das schlicht «A Choreographer’s Handbook» heißt. Burrows gibt folgende Anleitung zur Lektüre: «Nicht zum Erlernen des Choreografierens lädt dieses Buch ein, sondern dazu, mit dem fortzufahren, was du...

flüssig

Wasser läuft über sein Gesicht. Flüssigkeit fließt, als betaste ihn jemand. Seine Haut fühlt es. Dazu treiben Quallen, durchsichtige Körper im Wasser, die selbst fast ausschließlich aus Wasser bestehen. Bilder vom Menschen und vom gallertartigen Tier lösen einander ab. Rasend schnell. Man hat den Eindruck, Quallen wimmeln um den begossenen Menschen; man denkt, man...