yoga ist ein abenteuer
Es gibt Yoga-Anleitungen für Kinder, Jugendliche, Schwangere, Stillende und Über-60-Jährige, für Leute, die keine Zeit, und solche, die zu viel davon haben, für Unbewegliche und Couch-Potatoes, sogar für Männer und Haustiere. Für Tänzer nicht, die haben anscheinend mit Yoga kein Problem, kommen aber immer wieder vor: als die Überflexiblen mit der guten Figur und dem komischen Gang. Die Titel versprechen vitalisierende Trainings und besseren Schlaf, ausgeglichene Hormone, Erleuchtung und einen Rücken, der nicht mehr wehtut.
1330 Titel verzeichnet der deutsche Buchhandel zum Stichwort «Yoga». Meistens Anleitungen: wie man richtig übt, dabei gesund wird und bleibt, die Figur strafft, Gelassenheit und inneren Frieden findet oder wenigstens eine schöne work life balance.
Darum geht es auch in Büchern aus der Abteilung Belletristik und populäres Sachbuch: Carmen, Patrice, Percy und Suzanne wollen abnehmen, die schwangere Amanda sucht in Indien die Erleuchtung, Danijela arbeitet mit allen Mitteln an der inneren und äußeren Selbstoptimierung, Rainer will trotz Yoga-Praxis Mann bleiben, und last but not least plaudert Kristin über intime Details aus dem Nähkästchen einer YogaLehrerin und ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 18
von Katja Schneider
Der Countdown läuft, die farewell tour macht noch einmal Halt in Berlin und im Oktober in London, bevor sich die Merce Cunningham Dance Company zu Silvester in New York endgültig auflöst. So will es Merce Cunninghams letzter Wille, der «Living Legacy Plan». In der Berliner Volksbühne ist noch einmal Cunninghams letzte Choreografie «Nearly 902» zu sehen (22., 23....
...ist in Paris als «choreografische Persönlichkeit des Jahres» ausgezeichnet worden. Beschlossen hatten dies die französische Kritikergewerkschaft (so was gibt’s) und ihre 140 Mitglieder. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte ehrte man überhaupt eine Tänzerin, sonst ging der Preis immer an die Freikartengeber, die Intendanten Alain Crombecque vom «Festival d’Automne»...
Théophile Gautier, der geistige Vater der dramatischen Geschichte um das Thüringer Bauernmädchen Giselle, wäre heute 200 Jahre alt. Dass in diesem Jahr die Akademiker Kolloquien wie «Théophile Gautier und seine Zeit» abhalten, neue Biografien und Neuausgaben erscheinen, ist natürlich Pflicht im akademischen Betrieb. Die «Giselle»-Choreografen Jean Coralli und Jules...
