Tanzen statt Schulen
Wer zählt noch all die vom Bundesverband «Tanz in Schulen» ins Leben gerufenen Initiativen, die unsere Schüler mit Tanz vertraut machen wollen? Man muss sie ab und zu bündeln: Zehn Schulen aus NRW präsentieren jetzt ihre Tänze unter dem Titel «180° Drehung» am 6. Dez. im Mülheimer Ringlokschuppen und am 11., 12. Dez. in der Sporthochschule Köln. In Hannover hat sich nun die Kompanie von Hans Fredeweß der Bewegung angeschlossen. Er findet, statt Tanzpädagogik soll in den Schulen eine richtige Kunstvermittlung Einzug halten.
Heißt: Kunst sei gut und spannend, Erziehung dagegen nicht.
Ein Satz, der die beleidigte Schulpädagogik nachdenken lässt. Wie begegnet man mangelnder Aufmerksamkeit, Lernunlust und wenig authentischem Lehrstoff? Die Autoren des von Anja Kraus herausgegebenen Bands «Körperlichkeit in der Schule» (athena-verlag.de) sagen: Tanz ist kein Heilmittel, solange die Pädagogik den Körper einfach in den Sport- oder Tanzunterrricht abschiebt. Vorschlag der Autoren: Alle Stoffe des Unterrichts sollten körperlich vemittelt werden. Mit lauter Stimme, mit sprechenden Händen, mit tanzenden Füßen. Weg vom dualen Denken «Sport oder Tanz», «Musikinstrument oder Computer». Menschen ...
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