heidelberg: Nanine Linning: «Endless»

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Ein Augenblick kann über Liebe und Leben entscheiden. Einige davon sind in der Aufführung zu sehen. Andere erlebt man unmittelbar, bevor sich die Türen zum Marguerre-Saal öffnen. Die Tänzer der Dance Company Nanine Linning/Theater Heidelberg sind mitten unter uns, und während man selbst vielleicht noch mit der Vorbereitung auf den Abend beschäftigt ist, haben sich die ersten Paare offenbar gefunden. Wie erstarrt bleiben sie voreinander stehen. Sich selbst im anderen erkennend, schauen sie einander sekundenlang in die Augen, bevor sie schließlich auf die Bühne entschwinden.

«Endless Eyes Frozen in Time» nennt sich das «Amuse im Foyer», das Nanine Linning der eigentlichen «Tanzproduktion» voran­stellt, «Endless Passion» die Szene, mit der das anderthalbstündige Stück beginnt: ein Parforcetanz, der sich in wechselnder Paarung nicht zu erschöpfen scheint. Immer wieder nimmt er Anlauf, so wie es die Musik von Arvo Pärt will, und jedes Mal bekommt der Tanz einen neuen Schub, bis am Schluss die Tänzer den Boden unter den Füßen verlieren.

Spätestens mit dem Konzert für Cembalo von Henryk Mikolay Górecki hat das Gleiten, das Wirbeln, Schlingern, Schweben ein Ende, ohne dass ...

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Tanz Januar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 40
von Hartmut Regitz

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