what’s the «matter» ...
«Matter», schreibst Du, ist ein Stück über weibliche Identität. Ohne Männer oder Interaktion? Woraus, wenn nicht aus der Abgrenzung, entsteht die Identität? Über den tanzenden Körper. Obwohl jede für sich tanzt, lassen wir die anderen übrigens nie allein auf der Bühne. Was an Bildern entsteht, entsteht also in der Addition, nicht der Abgrenzung. Ich sehe bei diesem Projekt keinen Sinn darin, den anderen eine choreografische Handschrift aufzudrücken. Wir sind vier eigenständige Künstlerinnen.
Über unsere Verschiedenheit hinaus bewegen uns – ganz wörtlich – aber ähnliche Fragen. Zum Thema Weiblichkeit, zum Platz des Körpers in der Gesellschaft. Wie man ihn sehen und wie man ihn zeigen kann. Was begrenzt den Blick? Welche Möglichkeiten, uns sichtbar zu machen, haben wir? Schließlich sind wir nie auf «neutralem» Boden. Frauen genauso wenig wie Männer. Und egal, wen ich mit wem auf die Bühne stelle.
Weibliche Identität ist gleich Körperbild? Ja und nein. Mich interessiert nicht der abstrakte Körper per se, sondern das Individuum, das sich über ihn vermittelt. Im Körper spiegelt sich unser gesamter Erfahrungsschatz. Das macht die Bewegungen wiedererkennbar, vielleicht sogar ...
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«Empire – Art & Politics». You might think the title refers to the much discussed political treatise by Michael Hardt and Antonio Negri, but this is not quite true. The performance opens with the recording of a film about theNapoleonic Wars. Napoleon himself appears but a few times, the piece continues as “comedy of manners” of society life: it portrays the fancy...
Der belgische Choreograf Sidi Larbi Cherkaoui und der britische Bildhauer Antony Gormley arbeiteten (mit Akram Khan) bereits an «Zero Degrees» sehr erfolgreich zusammen. Für ihr neuestes Stück liefert der junge polnische Komponist Szymon Brzóska die Live-Musik, und Cherkaoui erfüllt sich einen lang gehegten Traum: mit den Mönchen des Shaolintempels in China zu...
Das Licht schält sie sanft, fast nachsichtig, aus dem Dunkel heraus. Zwei Figuren, sie vorn, er hinten, in zwei Welten. Dazu klackert, schabt und hallt es in der elektronischen Klangkulisse. Als blicke man in eine entfernte Zeit, einen fremden Ort; zerfallen und vergessen sind Alltag und Leben. Die Frau im knielangen goldbraunen Kleid reckt ihr Gesicht suchend,...
