angela guerreiro
Sie gehört keiner Institution an, handelt in niemandes Auftrag – die Szene kann sich aber auf sie verlassen. Angela Guerreiro ist eine der letzten unabhängigen Tanzaktivistinnen. Ihr Netzwerken überdauert Moden und Krisen. Leicht macht sie es sich nicht. Vor rund 15 Jahren übersiedelte die Tänzerin und Choreografin von Lissabon nach Hamburg. Das Tanzen hat die heute 45-Jährige aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben, zum Choreografieren kommt sie leider zu selten.
Dafür behauptet sich ihr Festival «DanceKiosk-Hamburg» als eine feste Größe in der Stadt, jährlich veranstaltet, mal mit mehr, aber (trotzdem) auch mit wenig Geld. Hamburger Tanzkünstler präsentieren sich neben weltweit gefragten Choreografen.
Programmatisch versteht es die Portugiesin mit angolanischen Wurzeln im besten Tanzsinne, Globales mit Lokalem zu verbinden. Austausch ist für sie selbstverständliche kulturelle Praxis und muss nicht eingefordert werden. Mit dem Symposium «Surviving Dance – Kunst, Wirtschaft und Politik» eröffnete sie kürzlich einen Raum zur kritischen Reflexion über prekäre Arbeitsbedingungen, künstlerische Vision und gesellschaftliche Verantwortlichkeit. Vermittlung wird bei ihr zur ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 142
von Irmela Kästner
«Wäre Tanz in meinem normalen Leben präsent gewesen, wäre ich vielleicht Mathematiker geworden.» Sagt Sidi Larbi Cherkaoui auf die Frage, wie er zum Tanz kam. Da war er fast erwachsen. Und entschloss sich nun, mit dem Eifer des Spätberufenen auf eine ungewisse Suche zu gehen und alles kennenzulernen, wessen er habhaft werden konnte an Tanz, Bewegung, Ritual. Was...
Storys
«Die Einheitschoreografin. Warum Sasha Waltz ein Denkmal braucht?» – «Waren die Großeltern dümmer als ihre Enkel heute? Der Kindertanz auf dem Prüfstand» – «Da steppt der Eisbär: Am Polarkreis improvisieren Russen, Finnen, Norweger und Kanadier gemeinsam». Jede dieser Storys könnte in der «Zeit» stehen, als Reportage in der «Frankfurter Allgemeinen...
Gerald Siegmund, Gabriele Klein, Gabriele Brandstetter, Sie lehren in Master-Studiengängen, die bereits ein anderes Studium voraussetzen. Was empfehlen Sie an Fächern, an Vorwissen?
Gerald Siegmund: Theaterwissenschaft empfiehlt sich immer, da bekommt man die Seherfahrung mit, die notwendig ist, um ästhetische Praxis reflektieren zu können.
Gabriele Klein: Die...
