öffnet euch!
Monika Grütters, eine Initiative unter Federführung des Dachver-bands Tanz hat ein Papier erarbeitet, das mit dem Städtetag, der Kultusministerkonferenz und Vertretern Ihres Hauses diskutiert wird, weil es auch dem Bund einiges abverlangt – nämlich eine Erhöhung seiner Tanzförderung von vier auf 20 Millionen Euro. Sagen Sie da: Träumt mal schön weiter? Es gibt aus meiner Sicht zwei Sparten in Deutschland, die eher stiefmütterlich gefördert werden: die Literatur und der Tanz.
Bei der Literatur liegt es daran, dass es relativ kräftige Akteure jenseits des Staates gibt, etwa die Verlage, die Buchhandlungen, die Literaturhäuser, die wir zudem immer wieder stärken. Über ein derartiges Umfeld verfügt der Tanz nicht. Die Sparte Tanz hätte daher sicherlich mehr Beachtung verdient, wenn man bedenkt, was für ein unglaublich breites Angebot sie uns allen macht. Das ist aber nicht allein und ausschließlich eine Frage des Geldes. Dennoch hat mich das Positionspapier insofern sehr beeindruckt, als die Verfasser etwas tun, was noch keine Branche bisher geleistet hat: Sie denken von vornherein Bund, Land und Kommune zusammen, wollen eine Vernetzung dieser drei Ebenen. Das hat mir das Herz ...
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Tanz April 2015
Rubrik: ideen: tanz und politik, Seite 60
von Monika Grütters
Postmodern, abstrakt, avantgardistisch, picasso-mäßig – alles Adjektive, die auf Andrés Marín zutreffen. Nach Ausflügen in andere Tanzwelten, etwa Performances mit dem Pferdechoreografen Bartabas oder dem Hip-Hopper Kader Attou, kehrt der Flamencotänzer zurück zu seinen Wurzeln. Rückkehr bedeutet für ihn Reduktion, Klarheit, Verzicht auf Bühnenbild und Effekte. Mit...
«Als ich noch Tänzer an der Pariser Oper war, habe ich immer gesagt: Wenn ich 42 Jahre alt bin, ziehe ich mich erst mal zurück und mache sechs, acht Monate lang gar nichts. Am
15. Juli 2011 war es so weit: Ich schied aus dem Ensemble aus – und fing gleich zwei
Tage später bei der Compañía an», erzählt José Carlos Martínez schmunzelnd. Der ehemalige Étoile des...
tanzt zeitgenössischen Flamenco und wollte rein in die Künstlersozialkasse (KSK), die bekanntlich die Kranken-, Pflege und Rentenversicherung vergünstigt. Die KSK lehnte das Ersuchen ab: Flamenco sei ein freizeitliches Vergnügen mit Sportcharakter. Vor dem Sozialgericht Berlin wurde nun ein Urteil gefällt, das modellhaft auch für B-Boyz und Jazztänzer werden...
