Das mit den Chinesen
ist nicht so einfach. Als Großbritanniens Reichtum mit einer Rate von zwei Prozent anwuchs, nannte man das die industrielle Revolution. Als Deutschland um drei Prozent reicher wurde, taufte man es das Wirtschaftswunder. China wächst um acht Prozent pro Jahr. Die Werkbank der Welt empfängt die höchsten Investitionen auf einem Boden, von dem man annimmt, dass viel mehr als Terrakotta-Armeen, Pekingoper und Zirkusballette die Kulturrevolution der 1960er Jahre nicht überlebt haben.
Jetzt steht Olympia vor der Tür, und Europa schickt seine Choreografen ins Reich der Mitte, Tanzleute ohne jedes Wissen über chinesischen Tanz. Wozu auch? Man weiß, dass die Ballettausbildung in China der Artistik viel verwandter ist als bei uns. Und vielleicht hat man davon gehört, dass von Hongkong und Taiwan aus über die Provinz Guangdong bis nach Shanghai und Beijing sogar der zeitgenössische Tanz um acht Prozent anschwillt, weil er die Ausdrucksform der Globalisierung ist, so wie das Ballett die Kunst des Kolonialismus war.
Auch Akram Khan ging nach China, derzeit der gefragteste Tänzer Englands mit unverkennbar asiatischen Wurzeln. Steht er zwischen den Kulturen? Er lacht. Globalisierung ist, wenn man ...
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Inbal Pinto, Avshalom Pollack “Hydra”
Cute with a little absurdity, humorous with a little nostalgia, this production by Inbal Pinto Dance Company of Israel invites the audience to enter into the playful world of imagination. “Hydra”, premiered at the Saitama Arts Theatre in Japan, is a piece of fantastic charm in light colours. In this international collaboration...
Natalia Bessmertnova war meine Lieblingsballerina. «Bessmertnova» heißt: die Unsterbliche. Trotzdem ist die am 19. Juli 1941 in Moskau geborene Primaballerina des Bolshoi mit 66 Jahren am 19. Februar 2008 gestorben.
Sie trug das Gesicht einer Ikone unter pechschwarzem, in der Mitte gescheiteltem Haar. Sie schaute aus riesigen und lebhaften Augen, stand auf...
