Flugangst?
Li Wei
der 1970 geborene und in Beijing lebende Künstler, hat riesigen Erfolg auf dem internationalen Kunstmarkt. Ähnlich wurde nach dem Fall der Mauer auch die Neue Leipziger Schule berühmt. Man kaufte und sammelte die einfache Lesbarkeit des bis dato Fremden, die Rückkehr des «Realismus», das Unverrätselte der Kunst. Die DDR, Schlupfwinkel der Andeutung, schien so verstehbar zu werden, wie nun auch China kein Blatt mehr vor den Mund nehmen würde. Die Antwort auf Glasnost sei: resolute Klarheit.
Das Ende des Doppeldeutigen
So deutlich wirken die Fotos von Li Wei.
Der kleine, drahtige Mann erinnert an Stuntmen der Hongkong-Filme und ihre Kampfkunst-Choreografien. Der virtuose Asiat als Überwinder der Schwerkraft. Ähnliches zeigen auch die akrobatischen Tanzshows aus China, die gerade durch Europa touren wie «Shen Yun – Chinese Spectacular» oder «Swan Lake» als Zirkusnummer. Die bildende Kunst widerspricht ihnen nicht. Virtuosität ist in einer Ideologie der restlosen Kontrolle immer ein Notausgang.
Die Wiederkehr des Doppeldeutigen
Wie ein Geschoss steckt Li Wei im Eis. Seine Körperhaltung ist perfekt. Wo unsereiner den Kopf in den Sand steckt, als Feigling, sehen Chinesen jedoch das ...
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I travelled to Kaili, the capital of the Miao-Dong Autonomous Prefecture of Qiandongnan, in Guizhou Province in the south west of China, to see a Lusheng Festival. My greatest concern was that it would turn out to be a tourist trap. For months I dreaded the thought of smiling girls and boys in perfect ethnic costumes performing in a well rehearsed display of...
Inbal Pinto, Avshalom Pollack “Hydra”
Cute with a little absurdity, humorous with a little nostalgia, this production by Inbal Pinto Dance Company of Israel invites the audience to enter into the playful world of imagination. “Hydra”, premiered at the Saitama Arts Theatre in Japan, is a piece of fantastic charm in light colours. In this international collaboration...
Vierzehn Chinesen balancieren und wippen auf ihrem Kulturerbe. In der Airbus-Stadt Toulouse ließ der studierte Physiker Aurélien Bory, der für seine französische Compagnie 111 auch sonst gern akrobatische Schwebepartien auf schiefer Ebene choreografiert, sieben über einhundert Kilogramm schwere Tangram-Blöcke fertigen – die schiere Vergrößerung des klassischen...
