bundesjugendballett
Sie sind noch nicht ganz trocken hinter den Ohren, und deswegen ist die Solo-Therme in Otterndorf wie geschaffen für die acht Youngsters des Bundesjugendballetts. Warum nicht mal in einem leergepumpten Schwimmbecken tanzen? Noch dazu, wenn man die einmalige Bühne damit zu einem «Ausgezeichneten Ort im Land der Ideen» machen kann und dafür auch noch einen Preis einheimst.
An Einfällen hat es dem Team um Kevin Haigen, Lukas Onken und Yohan Stegli nie gemangelt – ganz gleich, ob es sich dabei um möglichst unterschiedliche Arbeitsbedingungen handelt, um Kooperationsmodelle, Partnerschaften oder Aufführungsformate. Schließlich sollen die angehenden Tänzer und Tänzerinnen ja nicht nur auf den künstlerischen Ernstfall vorbereitet, sondern auch mit einer Wirklichkeit konfrontiert werden, die Engagement verlangt und Empathie. Einen Auftritt im Gefängnis oder in einer psychiatrischen Klinik steckt man als junger Mensch nicht so einfach weg. Er wirkt nach, prägt eine Persönlichkeit und trägt zum Reifungsprozess sicher nicht weniger bei als ein Bewegungsrepertoire, das von den «Simple Gifts» des Vorjahres bis zum «Zauberlehrling» von Wubkje Kuindersma reicht. Nicht zufällig steht ihre ...
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Tanz Jahrbuch 2014
Rubrik: die hoffnungsträger, Seite 152
von Hartmut Regitz
Seit Oktober 2013 leitet Aesoon Ahn die Korea National Contemporary Dance Company (KNCDC). Ihre Mission ist klar umrissen. Sie soll der Company neuen Elan verleihen, indem sie zeitgenössische Ästhetik, Motive aus der traditionellen Kultur und die Welt von heute in Zusammenhang bringt. In ihrem ersten Stück als Hauschoreografin gelang ihr das überzeugend....
Sauber angeordnet stehen die Kaffeehausstühle und -tische auf der Bühne, als stammten sie aus Jim Jarmuschs Episodenkino «Coffee and Cigarettes». Oder aus dem kleinen Film «Coffee with Pina» von Lee Yanor. Es sind runde Grübeltische, Geständnistische, Weißt-du-noch-damals-Tische. Heute wären sie gedeckt mit Tablets und Tofutellern und kaum noch dazu geeignet,...
Florentina Holzinger: Was machst du gerade?
Eike Wittrock: Ich organisiere mit Margarita Tsomou in Hamburg fürs «Internationale Sommerfestival» auf Kampnagel die «Fantasies that matter. Images of Sexwork in Media and Art»-Konferenz.
Holzinger: Was ist das denn?
Wittrock: Kulturwissenschaftlerinnen treffen auf Sexarbeiterinnen. Aber wir sind ja nicht deshalb hier. Es...
