Auszeichnungen: Vier Fäuste für den Tanz
Schon im Jahrbuch tanz 2019 wurden «Die sechs Brandenburgischen Konzerte» zur «Aufführung des Jahres» gekürt. Im November ehrten die Theaterschaffenden die Choreografie von Anne Teresa De Keersmaeker für ihre «Gelassenheit» mit dem Deutschen Theaterpreis «Der Faust». Offensichtlich konnte sich auch die Jury der «Sog-Wirkung» nicht entziehen, die «der Einfallsreichtum zu immer wieder unterschiedlichen Konstellationen und eine durchgängig bewegte Musikinterpretation» entwickeln.
Der von den deutschen Theatern ausgelobte Preis ging in der Kategorie «Darstellerin/Darsteller Tanz» an Marlúcia do Amaral vom Ballett am Rhein, eine Tänzerin, «deren außergewöhnliche Physis, Intensität und Kraft man seit vielen Jahren vor allem in Martin Schläpfers Choreografien bewundern kann», wie es in der Begründung heißt. «Jetzt hat sie sich die eher lyrische Odette in ‹Schwanensee› erobert und virtuos interpretiert – eine Ausnahmeerscheinung, die den klassischen Rahmen herausfordert und dabei gewinnt.»
Bei der Kategorie «Regie Kinder- und Jugendtheater» kam man offenbar am Tanz nicht vorbei. Birgit Freitag (Junges Theater Bremen) bestach bei ihrem Tanzstück «Für Vier» nach Meinung der Jury durch ...
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Tanz Dezember 2019
Rubrik: Side Step, Seite 19
von
Auf dreieinhalb Jahrhunderte ihres Bestehens blickt die Pariser Oper in dieser Spielzeit zurück – unter dem Motto «Moderne depuis 1669». Damals herrschte Ludwig XIV., der die Institution am 28. Juni per «lettre patente», also Gründungsurkunde ins Leben rief. Die französische Post feiert das Jubiläum mit Sonderbriefmarken, entworfen von Mircea Cantor und Sarah...
Warum ist Bill für mich so wichtig und inspirierend?
Weil es unvorstellbar ist, wie der Tanz heute ohne ihn aussehen würde. Bill hat uns eine neue Dimension eröffnet.
Weil er imstande ist, seine Begabung in fassliche, berührende Aktion umzumünzen.
Weil er seine Arbeit gemacht hat, sie weiterhin macht und auch künftig machen wird.
Weil er Tänzerinnen, Tänzer und...
Viel muss Amilcar Moret Gonzalez’ Eugen Onegin nicht machen. Ein Glas leeren, eine Zigarre rauchen, einem Lakaien Hut und Mantel reichen. Tanzen? Ach was. Kurz wird er genötigt, ein paar Schritte zu vollführen, Sprünge, Drehungen, das macht er kalt lächelnd mit, und schon liegen ihm alle Herzen zu Füßen. Die Bühne gehört ihm, sobald er sie betritt.
Alexander...
