Josef Nadj
Die Anekdote wird immer wieder gern zitiert: Josef Nadj, der gelernte Grafiker, wurde kein Tänzer, sondern lernte die Kunst der Mimen. Doch für diese Sparte gab es im französischen Kulturministerium keinen zuständigen Beamten. Von Geldern ganz zu schweigen. Also bezeichnete er sich als Choreograf. Heute leitet er eins der neunzehn Centres chorégraphiques nationaux, das in Orléans. Dem zeitgenössischen Tanz hat er sich dabei nur langsam genähert, erst 2001 in «Petit psaume du matin», einem Duo mit Dominique Mercy.
In diesem Juli ist er teilverantwortlich für das Programm und voll verantwortlich für die Programmlinie des Festival d’Avignon. Es wird in diesem Jahr keine Hassartikel, keine Zuschauerrevolten und keine erregten Debatten darüber geben, ob Theater ohne Text dem honorigen Palais des Papes würdig ist. Denn das alles gab es schon im letzten Jahr, als Jan Fabre so bös hinter den Spiegel schaute und schauen ließ. Das südfranzösische Direktorenpaar Baudriller/Archambault hätte sich viel Polemik in Avignon ersparen können, hätten es zuerst Josef Nadj als den konsensfähigeren Pionier des Nonverbalen in den Ring geschickt, und danach Jan Fabre als Provokateur mit der Eule auf der ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
A group of almost forty dancers clad in various shades of green crowd the stage of Herzelia Performing Arts Center near Tel Aviv and slowly start performing a synchronized pulsating movement to a Sirtaki tune, bending to the floor, heads down, moving their knees and elbows. The green flock of swaying backs evokes images of happy creatures such as cicadas, maybe, or...
I meet Margaretha Åsberg in her lofty studio situated in an old building on Skeppsholmen, a tiny island in the middle of Stockholm. The sun is shining through the high windows of the building that was formerly used for torpedo maintenance and is still called The Torpedo Workshop. Today the building houses Moderna Dansteatern, founded by Margaretha Åsberg.
Margaretha...
Das Beste zuerst. Halb nackt hebt Cynthia Loemij den Arm, kaum dass Taka Shamoto vorüberhuschend im Dunkel wieder verschwunden ist. Leer ist das Théâtre de la Monnaie. Keine Weintraube scheint zur Hand. Nicht ein einziger Ton erklingt. Und doch ist dieser «Nachmittag eines Fauns», der den «Abend eines Tages» präludiert, erfüllt von einer inneren Musik – und jede...
