dresden: Pablo Ventura: «Dancescapes»
Der in Zürich beheimatete Choreograf Pablo Ventura siedelt sich seit vielen Jahren im Bereich des sogenannten computerunterstützten Tanzes an. Diesmal nicht: Sein neues Stück spielt in keiner Hightech-Welt, in der hybride Gestalten zwischen Mensch und Roboter elektronisch entworfene Bewegungsabläufe auf die Bühne bringen. Diesmal ist es ein fast klassisches Set mit weißem Tanzboden, zwei Leinwänden, Videoprojektionen und Soundtrack.
Trotzdem spricht der gebürtige Spanier von einer «dreidimensionalen Video- und Audioumgebung», in der drei Tänzerinnen eine «performative Installation» zum Leben erwecken.
«Dancescapes» beginnt mit einer Videosequenz, die seine langjährige Protagonistin Unita Galiluyo in einer Wüstenlandschaft auf Fuerteventura zeigt. Braungebrannte Arme, ein Top, schwarze, im Wind flatternde Sarouel-Hosen und Staub aufwirbelnde Füße, die gekonnt den Steinen ausweichen. Die Tonspur liefert elektronisch verfremdeten Wind und andere Naturklänge. Man bekommt Lust auf Sommer, Sonne, exotischen Süden. Nach ein paar Minuten verschwindet die Tänzerin aus dem Bild und erscheint auf der Bühne. Die Landschaft hinter ihr bildet die Kulisse. Ein flüssiger, ...
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Tanz November 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 38
von Anna Hohle
I.
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