Ein Brief aus Taipei
«I don't go out to fuse – I'm a multicultural product.» Wir sitzen vor dem Studio des Cloud Gate Dance Theatre of Taiwan und schauen auf den Bambus, der hier ganz von alleine wächst. Es sind diese riesigen Stauden, die Lin Hwai-min zu seinem Pärt-Stück «Bamboo Dream» angeregt haben. Seine Inspirationsquellen sind nah und weit weg zugleich, in jedem Sinn: «Wir schauen ins Tal, in die Berge, wir reisen ...
» Die Fusion von Alt und Neu, Tradition und Zeitgenossenschaft, Ost und West ist ohnehin angesagt in diesem Land, das mit seinen 22,5 Millionen Menschen zum dichtest bevölkerten gehört: «Wir surfen im Internet und gehen ins Nacional Palace Museum.»
Das Palace Museum liegt am Rande Taipehs und wie das Studio von Cloud Gate am Fuß eines Bergs. Es hat eine bewegte Geschichte hinter sich, weil es den eigentlichen Kulturschatz Chinas birgt, die Sammlung der verschiedenen Dynastien der Könige, die im 2. Weltkrieg erst vor den Japanern versteckt werden musste, von Stadt zu Stadt gereist und nach der Machtübernahme der Maoisten nach Taiwan geschifft wurde, wo sie blieb: Das Palace Museum hat mit 700 000 Stücken weltweit die größte Sammlung chinesischer Artefakte. So kommt es, dass Taiwan ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Um ein erstes Choreografinnen-Buch im feministischen Musikerinnen-Verlag Furore (www.furore-verlag.de) zu drucken, mussten die Autorinnen Gerda Ehrlenbruch und Martina Peter-Bolaender in tanz: vision und wirklichkeit ihrer Lektorin erst mal beibringen, dass es überhaupt Choreografinnen, Tanzforschung und eine bedrohte Tanzsparte gibt (bis S. 71). Dann erst...
And founds some new ones. Two regional dance centers were set up this autumn in Finland with the state providing half their annual budget, i.e. 89 000 Euros. The Northern Center is a joint project co-financed by four cities – Rovaniemi, Kajaani, Oulu and Pyhäjärvi – and the Eastern Center is based in the university town Kuopio and the small town of Pyhäjärvi, both...
The Holy Grail of the repertoire, unseen for over forty years, “Sylvia“ has risen like a phoenix from the ashes to renew our estimation of Frederick Ashton‘s genius. Created in 1952 as a showcase for the incomparable Margot Fonteyn it has been through many revisions of its complex structure and was last seen in 1967 as a one act “highlights“ version. The story has...
