Gefühle im HAU

26. Januar - 6. Februar: «Context #7: Anästhesie der Gefühle» im HAU Berlin

Tanz - Logo

Die mittlerweile 7. Ausgabe der HAU-eigenen Plattform für zeitgenössischen Tanz «Context» widmet ihr Programm dem scheinbaren Überangebot an Gefühlsduselei im Zeitgeist. Dabei ist den Programmatoren noch unklar, ob Emotionen gerade Konjunktur haben oder sie vielmehr durch ihre ständige Beschwörung zunehmend tabuisiert werden.

Geladen sind Simone Aughterlony und Isabelle Schad mit ihrer neuen Traumstudie «Sweet Dreams are Made», Mette Ingvartsens «Evaporated Landscapes», wo statt Menschen nur flüchtige Materie auf die Bühne kommt, Hiroaki Umeda steuert eine performative Lichtinstallation bei, die transsexuelle Schauspielerin Vanessa Van Durme den Monolog «Look Mummy, I’m Dancing» und Wim Vandekeybus seine neue Produktion «nieuw Zwart».
Abgerundet wird das Festival mit «popmusikalischer Praxis und kulturtheoretischer Reflexion», wie man es von den HAU-Events erwartet. 
 

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2010
Rubrik: Festival, Seite 33
von

Vergriffen
Weitere Beiträge
Auf DVD: «Peer Gynt» von Heinz Spoerli

Ein Ballett mit Untertiteln? Warum nicht? Schließlich ist dieser Peer Gynt nicht auf den Mund gefallen. Im Ballett Heinz Spoerlis leiht ihm Philipp Schepmann schauspielernd immer wieder seine Stimme. Im Film hilft die Schrift allerdings nicht, die Vielschichtigkeit des Versdramas von Henrik Ibsen zu vermitteln. Sich allein auf die Körpersprache zu verlassen, bringt...

Sidi Larbi Cherkaoui: «Orbo Novo»

Der Bestseller «My Stroke of Identity» der Hirnforscherin Jill Bolte Taylor – die bedrückende Geschichte ihres eigenen Schlaganfalls und ihrer langsamen Genesung – hatte Cherkaoui tief beeindruckt und schließlich zu «Orbo Novo» inspiriert. Ihre Worte wurzeln in ihrer Wahrnehmung sich auflösender physischer Grenzen und unser aller innerer Dualität. Hier sind die...

Philippe Decouflé: «Désirs» im Crazy Horse

Siehe da, plötzlich hat auch der Kulturfreund allen Grund, ins Crazy Horse zu gehen, weil dort Philippe Decouflé die Puppen tanzen lässt. Dass in ihm ein sensibler Bewunderer des weiblichen Körpers steckt, war seit Langem öffentlich. Schon seine letzte Großtat war eine Revue mit wahren Striptease-Tänzerinnen. Die aber wollte nicht recht zünden, weil er dort keine...