Petipa am Mariinsky: "Le réveil de Flore" "Wie der alte Leiermann..."

St. Petersburg

Tanz - Logo

Die jüngsten Premieren des Mariinsky-Balletts sind zwei einaktige Ballette, «Wie der alte Leiermann ...» und «Le réveil de Flore», die das heutige Jahrhundert und das längst vergangene Ballettjahrhundert repräsentieren.

«Le réveil de Flore» ist ein typisches Paradeballett des späten Petipa, das 1894 zwischen «Dornröschen» (1890) und «Raymonda» (1898) entstand. Gedacht als «Hochzeitsgeschenk» für die Vermählung eines Großfürsten der Romanov-Familie, wurde es als Hofaufführung in der Residenz Peterhof zum ersten Mal gezeigt.

Die Namen seiner Schöpfer sind bekannt – die Ballettmeister Marius Petipa und Lew Ivanov, der Komponist Riccardo Drigo und der Bühnenbildner Mi­khail Botsharov.

Das Ballett wurde mit dem üblichen russischen Aufwand, d. h. 90 Personen, inszeniert. An der Aufführung waren die führenden Solisten des kaiserlichen Balletts beteiligt, an der Spitze Pavel Gerdt (Apollo) und die anmutige Favoritin des Zaren Nikolaus II., Mathilde Kshessinska (Flora), bis hin zu Schülerinnen der Ballettschule, die kleine Liebesgötter spielten und einem lebendigen Ziegenbock, der den Wagen von Bacchus und Ariadne zog.

Der Tanz entfaltete seine ganze Ausdruckskraft (Variationen, Soli, ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Juni 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 48
von Violeta Mainiece

Vergriffen
Weitere Beiträge
Martin Stiefermann

In diesen Tagen wird wieder einmal überlegt, die Sparte Tanz an einem Stadttheater zu schließen. Diesmal ist das Ballett in Hagen an der Reihe. Eine Kompanie also, in der so renommierte Choreografen wie Richard Wherlock und Marco Goecke ihre Karriere begonnen haben. 
In den letzten 15 Jahren sind an deutschen Theatern fast 30 Prozent der Stellen im Bereich Tanz,...

Marco Santi: "Silber"

«Welcome to an unforgettable evening of your life.» Angelika Thiele verspricht dem Publikum hüftwackelnd nicht zu viel, denn bevor die eigentliche Show beginnt, gilt es erst mal Abstand gewinnen von einem Theater, wie es für gewöhnlich auch in Osnabrück praktiziert wird. Noch hat man ihren hingehauchten Ratschlag «Don’t take everything too serious» im Ohr, da sieht...

Ikuyo Kuroda: "Shoku", "Flowers Flow,..."

European audiences may remember Ikuyo Kuroda as the outstanding Oriental dancer who appeared in “Asobu” by Josef Nadj. In Japan she is also acknowledged to be one of the country‘s most promising choreographers. Often described as an “enfant terrible” on account of her striking expression and impulsive dynamism, Ikuyo Kuroda burst on to the scene with her appearance...