Diskurs-Party
Meg Stuart, eine Künstlerin wird Leiterin des «Tanzkongresses», zum ersten Mal seit der Neuauflage des großen Tänzertreffens durch die Kulturstiftung des Bundes im Jahr 2006. Wie kam es dazu?
Ich glaube, man wollte -einen Perspektivwechsel. Für mich ist dieser Kongress ein Treffen, bei dem all die Fragen, die wir als Tanzschaffende haben, auch wirklich auf den Tisch kommen können. Es ist ein bisschen wie Inszenieren. Man beginnt bei Fragen, und ich lade Leute dazu, die mit diesen Fragen umgehen möchten.
Fragen schaffen sofort einen Ort des Lernens, keinen hierarchischen zwischen Lehrer und Schüler. Fragen bilden einen Komplex, den man umkreist, um ihn begreifen zu können.
Welche Fragen sind das?
Vielleicht sind es dieselben wie damals, als der «Tanzkongress» noch ein Tänzerkongress war.
1927 in Madgeburg, 1928 in Essen. Damals ging es vorwiegend um ökonomische Fragen …
Es ging vor allem darum, dass die Künstler ihre Stimme erhoben haben, nicht durch irgendwelche Mittler oder Vertreter, sondern ihre eigene Stimme. Es waren sehr leidenschaftliche Debatten. Darum habe ich nach Leuten gesucht, die viel Energie haben, die den zeitgenössischen Tanz nicht nur weiterbringen wollen, ...
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Tanz Juni 2019
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Arnd Wesemann
Wie wirkt ein Stück, das nach zwanzig Jahren wieder auf die Bühne kommt? Ist es noch zeitgemäß oder doch schon angestaubt? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die erste Ausgabe des Festivals, das die Schweizer Plattform «kulturerbe, tanz!» im Luzerner Kulturzentrum Südpol veranstaltet. Der Kniff, den die Kuratoren hier anwenden, ist: Die Profis der Ur-Besetzung...
Fortbildungen
«Master of Advanced Studies in Dance Science», Universität Bern in Kooperation mit tamed e. V.
Nächster Studienstart: Juli
www.mas.tamed.eu
«Certificate of Advanced Studies in Dance Science: Health & Performance», Frankfurt/Main
Studierende setzen sich kritisch mit anatomischen, neuro-wissenschaftlichen, physiologischen und psychologischen Grundlagen...
Führungsstellen richtig zu besetzen, ist eine Crux – besonders in Frankreich, wo Vertreter vom Kulturministerium bis hinunter zum örtlichen Rathaus ihre Interessen anmelden und durchsetzen wollen. So wurde das zunächst gehypte Engagement der Niederländer Emio Greco und Pieter C. Scholten am Ballet National de Marseille (BNM) nach vier Jahren auf einmal als...
