Etappensieg in Wien
So ist Wien. Es wird lang gezaudert, aber wenn sich etwas ändert, dann richtig. Die seit einem Jahr heiß diskutierte Tanz- und Theaterreform hat alle Charakteristika einer veritablen Samtvorhang-Revolution. Mit der überraschend konsequenten Entscheidung der siebenköpfigen «Wiener Theaterjury» über die langfristigen Förderungen von Tanz- und Theatergruppen sowie -institutionen zeigte sich, dass die von Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ) eingeleitete Umstrukturierung der städtischen Finanzierungsmodi für darstellende Kunst nicht nur ein Papiertiger ist.
Die Jury hatte über ein Budget von 16 Mio. Euro zu entscheiden. Sie bearbeitete 117 Anträge im Gesamtvolumen von rund 45 Mio. Euro. Nun ist klar: gewohnheitsrechtliche Subventionierungen sind passé. Nur 25 Einreicher erhielten einen Zuschlag. Generell lobte die Jury, darunter Intendant Dietmar N. Schmidt, Veronica Kaup-Hasler, die künftige Leiterin des Grazer steirischen herbsts, und die Tanzkritikerin Andrea Amort, die Innovationsfreude der Wiener Tanzszene. Freuen dürfen sich nun Superamas, Willi Dorner, Saskia Hölbling und Elio Gervasi über kontinuierliche Vierjahresfinanzierungen, ebenso das Tanzquartier Wien und ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Ganz ohne kann das danceWEB nicht sein: Martin Nachbar, Antje Pfundtner und Angela Schubot von der Gruppe Two Fish gehörten zu den danceWEB-Stipendiaten, die, von ballet-tanz unterstützt, von einem «einzigartigen Projekt» profitiert haben, das jungen professionellen Tänzern «in einer Atmosphäre kreativer Energie die Möglichkeit des produktiven Austauschs bietet». ...
Bezahlt wird mit herzlichem Applaus, klarer Kritik oder eben doch mit harten Euros. Jeder Zuschauer gibt, was er kann und mag. Die eine verschafft sich mit einem eigenen Solotänzchen den Eintritt zu den Vorstellungen des traditionellen Bremer Festivals «Theater für alle», der andere mit noch warmem Schokoladenkuchen. Auf den zwei Bühnen des neuen Künstlerhauses...
Diagnose: Brustkrebs. Der Arzt reicht seiner Patientin das Skalpell. Operiere dich selbst! So hat der saarländische Kultusminister Jürgen Schreier (CDU) Anfang Dezember das Saarländische Staatstheater in Saarbrücken zur Amputation von – einmalig in Deutschland – einem Viertel seiner Mittel verurteilt. Binnen fünf Jahren sollen die Landeshilfen von derzeit 24,5...
