highlights
brügge_________
december dance
«Connecting Asia» nennen es die Belgier, wenn Arco Renz zusammen mit dem Vietnam National Opera Ballet ein Festival eröffnet, das die Kollaboration von Sidi Larbi Cherkaoui mit dem Yabin Dance Studio in «Genesis» ebenso feiert wie LeineRoebana aus den Niederlanden und ihre Arbeit mit traditionellen indonesischen Tänzern. Das zeitgenössisch tanzende Asien ist der diesjährige Fokus von «December Dance».
Dabei sind jede Menge bekannte Gesichter zu sehen, Expats, die in Europa längst angekommen sind: Shang-Chi Sun aus Taiwan, Daniel Kok und Eisa Jocson aus Singapur, Sankai Juku aus Japan. Eine besondere Freude: das Gastspiel des Pekinger Living Dance Studio mit «Listening to Third Grandmother’s Stories».
Vom 4. bis zum 14. Dezember; concertgebouw.be
münchen_________
paquita
Es braucht gar nicht viel, um Alexei Ratmansky ins Schwärmen zu bringen. Es reichen ein paar vergilbte Blätter – und die Aussicht, dass ein Spezialist ihm
helfen wird, deren apokryphen Inhalt in Bühnentanz zu übersetzen. Wie ein Schneekönig freut sich der Starchoreograf im Vorfeld seiner «Paquita»-Version für das Bayerische Staatsballett darauf, zusammen mit Doug Fullington einen ...
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Tanz Dezember 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 33
von
Wie ein Windstoß stürmt Gianni Cuccaro über die Bühne, alle Einwände hinwegfegend: ein Schwadroneur im Norwegerpulli, der sich in seiner Muttersprache in das eigene Luftschloss versteigt. Ihm folgen kann da eigentlich nur die Aase der Alice Baccile, wie der Bielefelder Peer aus Italien stammend. Deutschtümelnd treiben ihn die anderen Ensemblemitglieder des...
Dem Tanz eine neue Richtung zu geben, das gelingt nicht vielen. Im zeitgenössischen Flamenco stehen dafür vor allem zwei Namen: Israel Galván und Belén Maya. Zufall oder nicht, sie haben vieles gemeinsam. Etwa Eltern, die selbst schon mit dem Flamenco aufgewachsen sind. Trotzdem haben sich Galván und Maya erst spät für eine professionelle Tanzlaufbahn entschieden,...
Auch bald fünf Jahrzehnte nach ihrem Freitod im Dezember 1967 ist die von Dore Hoyer ausgehende Faszination ungebrochen. Dass sich nun in Dresden, der Stadt, in der Dore Hoyer 1911 geboren wurde und wo sie prägende Tanzimpulse erfuhr, die Tänzerin und Choreografin Katja Erfurth an die so rätselhafte Ikone heranwagt, ist an sich schon bemerkenswert. Mehr noch, dass...
