Und wer seid ihr?
Quando la donna principale è un uomo ... La donna sei die Niobe, und l’uomo Wilfried Romoli. Zwischen beiden vermittelnd, die Schamanin: Susanne Linke. Mit einem Packen Fotos ging sie in die Proben mit dem Ballet de l’Opéra de Paris. Auf den Bildern, Mary Wigman in den Posen ihres Kindertotensolos über Mütter im Krieg: «Der Tanz der Niobe». Auch Zeichnungen der tanzenden Dore Hoyer brachte die Linke mit. In «Ich bin ... » offenbarte Linke, was Wigman und Hoyer ihr einst eröffneten, den Interpreten unter der Garnier-Kuppel. Und wer seid ihr?, fragte sie.
Was macht ihr aus deutschem Ausdruckstanz, wenn ihr mit dessen lebendiger Erbin arbeitet? Die Antwort fällt eindeutig aus. Sie können äußerlich in alle Stile finden, doch sie bleiben Interpreten. Nie findet Romoli zu dem maskenhaften, transzendentalen Ausdruck der Wigman-Fotos. Die scheint sich dort ganz und gar aufzulösen, um allein die Energie der Gesten sprechen zu lassen. Nie hätte ein Ausdruckstanz à la Opéra de Paris die Japaner zu ihrem neuen Tanz der 1930er inspirieren können, der eine Generation später als Butoh bekannt werden sollte. Aber das war auch nicht Linkes Ziel. Und das Pariser Publikum machte eine intensive ...
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