Stichprobe: Ballet van Vlaanderen mit Forsythes «Impressing the Czar»
Bei den Finalszenen «Bongo Bongo Nageela» und «Mr.
Pnut goes to the big top» reibt sich der William-Forsythe-Habitué verwundert die Augen: Hatte das Ballett Frankfurt 1988, als es Impressing the Czar aus der Taufe hob, wirklich so viele Tänzer, wie sie jetzt einheitlich in amerikanischen Schulmädchen-Uniformen und mit Pagenperücken das Königliche Ballett von Flandern auf die Bühne schickt? Ansonsten sieht das fast zwanzig Jahre alte Stück, das vor zehn Jahren zum letzten Mal aufgeführt wurde, ziemlich genau so aus, wie man es in Erinnerung hat – auch wenn die Anspielungen auf den Brand der Frankfurter Oper, mit denen der immer noch verblüffende erste Akt des Stücks, «Potemkins Unterschrift», heute wie damals aufwartet, niemand mehr versteht.
Die Australierin Kathryn Bennetts, die heute das Flandern-Ballett leitet, ist 1989 als Ballettmeisterin zum Ballett Frankfurt gestoßen und betreute danach jahrelang als William Forsythes rechte Hand dessen Stücke. Ehe sie sich, in dieser Spielzeit, daran machte, «Impressing the Czar» in voller Länge auf die Bühne zurückzuholen, lehrte sie ihrer Kompanie bereits 2004 das Mittelteil des Stücks, «In the Middle, Somewhat Elevated», das sie auch beim ...
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O...
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