Wie schön!
Für den Außenstehenden bedeutet Tanz alles Mögliche. Er denkt ihn sich klassisch oder sportlich, feierlich oder artistisch, künstlerisch oder karnevalesk – Tanz gibt es im öffentlichen Bewusstsein nur in solchen Bruchstücken.
Anders als in der Literatur, wo sich verschiedene Genres unter dem Dach von Buch und Verlag in Buchläden, Bibliotheken und Internet gar nicht erst auf den Nenner «geschriebene Sprache» einigen müssen, steht der Tanz zwischen Bühne und Ballhaus, Disko und Dorfplatz auf so vielen Beinen, dass er in Medien, Politik und Öffentlichkeit viel zu verschieden wahrgenommen wird, um ein klares «Image» von sich zu erzeugen. Literatur, um beim Vergleich zu bleiben, mag gute und schlechte Bücher produzieren, aber ihr Image, der Bildung zu dienen, ist so unzweifelhaft, wie der Tanz eine unübersehbare Vielzahl möglicher Aussagen zu seinem «Nutzen» hervorbringen muss, dass es Bände füllt.
«Tanz ist kein Sport, Tanz ist – in seiner theatralen Ausformung – Kommunikation», schreibt zum Beispiel Katja Schneider, Ko-Jurorin der Tanzplattform Deutschland 2004. Und verweist damit den Tanzsport auf die Plätze, um dem Bühnentanz aufzuhelfen. Der Diskurs zum Tanz lebt von solchen ...
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www.tanztheater-global.com hat keinen üblen Anspruch. Auf der ganzen Welt tanzen und doch zu Hause bleiben und Internet schauen. Neulich im Berliner Dock 11 zeigte die Gründerin von Tanztheater Global, Be van Vark, folgenden Digi-Tanz: Die Kamera kreist durch ein schäbiges Zimmer, immer um die eigene Achse herum, und die Tänzer liegen, stehen, fallen bei jeder...
Der deutsche Videotanzpreis der SK Stiftung in Köln wird biennal vergeben. Nun liegt eine DVD der Gewinner-Filme seit 1998 vor, dazu die nominierten Filme seit 2000. Nach wie vor am eindrucksvollsten, längsten, durchdachtesten, auch aufwändigsten ist Stephanie Thierschs «Georgia» von 2002, die als einzige Produktionsgelder von arte, ZDF und 3Sat erhielt, um im...
Wohl in keinem anderen Land sind sich die Welten der Kunst und der Wirtschaft traditionell so spinnefeind wie in Frankreich. Hier verbringen Künstler den größten Teil ihrer Zeit damit, sich durch den Dschungel der Subventionstöpfe und Formulare zu kämpfen. So haben sie vor allem erlernt, sich in einer Sprache anzubieten, die in den Ohren der Kulturinspektoren des...
