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Acht Tänzer reiten durch einen Wald voll dramatischer Filmmusik des finnischen Komponisten Esa-Pekka Salonen. Dieser hat die Uraufführung in Helsinki vergangenen Sommer noch höchstpersönlich für ein 90-köpfiges Symphonieorchester dirigiert. Nun existiert auch eine Tourversion, die ihre deutsche Erstaufführung beim Festival «Tanzmainz» erlebte. «Morphed» nennt der 50-jährige Tero Saarinen seine Männer-Studie.
Zu Salonens geballter, post-wagnerischer «Étude für ein Solohorn» zeichnet Saarinen, einer der bekannten Choreografen Finnlands, den Aufstieg des wehrhaften Mannes aus der Rudelordnung – und seinen Niedergang als Butoh-Figur. Der Mann ist einer jener «Foreign Bodies» (so ein weiterer Musiktitel Salonens) aus einer schamanischen Kultur, wie sie auch in Finnland existiert. Und ein Sucher nach den eigenen Wurzeln im Sound-Wald.
Saarinens maskulines Rudel trägt anfangs Kapuze und ergeht sich in choreografisch strengem Muster, formt in scheinbar einfacher Gangart ein Labyrinth, das buchstäblich schrittweise zu angedeuteten, bald kleinen, bald ausgreifenden und schließlich dramatischen Stechsprüngen ausgebaut wird. Bis sich die Herren in die Luft katapultieren, um mit geschlossenen ...
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Tanz Mai 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 48
von Arnd Wesemann
tanz__Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
__Herausgeber
Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
__Redaktion
Hartmut Regitz, Arnd Wesemann
Mitarbeit: Dorion Weickmann, Sofie Goblirsch, Marc Staudacher,
Nestorstraße 8-9, D–10709 Berlin
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