highlights
amsterdam_________
julidans
In Amsterdam fängt der Sommer gut an – und das seit 25 Jahren: ein Jubiläum, das gefeiert werden muss. Eröffnet wird das Festival denn auch mit «May B» von Maguy Marin, einer Beckett-Beschwörung der ganz besonderen Art. Wie die «Partita 2» von Anne Teresa De Keersmaeker gibt sie choreografisch das Maß vor, das die Jüngeren erst noch erfüllen müssen. Und von denen gibt’s bei «Julidans» eine ganze Menge. Georgia Vardarou beispielsweise, eine Griechin, ist nach Meinung De Keersmaekers eine große Zukunftshoffnung.
Oder Dorothée Munya-neza, mutig genug, in «Samedi détente» an den Genozid in Ruanda zu erinnern. Nicht zuletzt aber die fünf Junioren, die diesmal im «Julidans Artists’s Lab» ihre künstlerische Begabung beweisen wollen.
Vom 1. bis zum 11. Juli; julidans.nl
avignon_________
angelin preljocaj
Ein junger Mann, ein Kriegsheimkehrer, kommt in den Ort seiner Kindheit. Niemand erkennt ihn, und er erkennt auch niemanden mehr. Was sucht der hier?, fragen sich die Leute. Er sucht: die Liebe. «Retour à Berratham» titelt Laurent Mauvignier seinen Text, den er eigens für Angelin Preljocaj und dessen Kompanie geschrieben hat. Die Uraufführung findet Mitte Juli beim ...
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Tanz Juli 2015
Rubrik: highlights, Seite 36
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Nachdem wir nicht mehr einen Koffer voller Wecker, Kompass, Schreibmaschine, Landkarte, Kalender, Kamera und dergleichen durchs Leben schleppen, nachdem auch Radio, Spiele, Taschenlampe, Bücher, Platten und die Wetterstation den allerkleinsten Platz im Telefon gefunden haben, rückt der schwer erleichterte Körper selbst in den Fokus. Wo einst die Armbanduhr saß,...
In Ägypten und im Iran ist, wie einst auf deutschen Marktplätzen, die Hinrichtung ein schönes Fest. Der Überlieferung nach war es ja auch eine Hinrichtung, die das Christentum entstehen ließ. Johann Kresnik lässt also Jesus auf die Bühne tragen. Die von George Grosz bekannten Kasperlefiguren Richter, Politiker, Bankier, Bischof und Offizier laben sich an einem...
Rose Breuss kommt aus Vorarlberg und hatte eine Karriere als Eiskunstläuferin vor sich, als sie mit 15 Jahren erkannte, dass ihr ein Leben zwischen Preisrichtern und Sportvereinen nicht genügen würde. Sie suchte stattdessen: eine Verbindung zwischen Intellekt und Motorik, zwischen Geist und Körper, und das in größtmöglicher Offenheit. Nach dem Abitur begann sie in...
