Der Plan nach dem Tanzplan

Der Tanzkongress wird kultureller Leuchtturm. Die Auswirkungen der Bundespolitik auf den Tanz kommentiert Arnd Wesemann

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Tanzkongress, November 2009 in Hamburg. Die Aufregung ist groß. 12,5 Millionen Euro hatte allein die Kulturstiftung des Bundes dafür ausgegeben, um den Tanz als angeblich drittes Rad am beliebten Tandem aus Oper und Schauspiel zu stützen. Nun könnte sich diese Investition 2011 als verbranntes Geld erweisen. Bislang wurde in einer Mischfinanzierung aus Bund, Land und Kommunen vor allem die «Zukunftsfähigkeit» des Tanzes gefördert: Man versuchte die Akademien an einen Tisch zu bringen, als allerorten die Ausbildung auf Bachelor und Master umgestellt wurde.

Man brachte die Archive zusammen, zumal dasjenige in Leipzig Gefahr läuft, seine wissenschaftlichen Mitarbeiter zu verlieren. Und man verfolgte zahllose Projekte zur Fort- und Weiterbildung von Tänzern, Pädagogen und Choreografen. Aber in mindestens vier der neun als «Tanzplan vor Ort» geförderten Städte – in Bremen, Dresden, Hamburg, Potsdam – geht nun die Angst um vor schmerzenden Narben. Fünf Jahre lang, seit 2005, durften die Szenen so tun, als ginge es um den Tanz an ihrem Ort. In Dresden raufte sich die Ballettkompanie mit Hellerau, dem Europäischen Zentrum der Künste, und der Palucca-Schule zusammen; in Bremen gründeten die ...

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Tanz Jahrbuch 2010
Rubrik: Tanz, Seite 12
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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