bratislava: Laci Strike: «Julio und Romea»

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Es klang so interessant: Das Slowakische Nationaltheater kündigte eine Kooperation des Nationalballetts mit der Street Dance Academy an, «bahnbrechend und originell» sollte der Abend werden – Hip-Hop-Tanztheater nach Shakespeares Drama, das hier als «Julio und Romea» firmiert.

Für Konzept und Regie ist Sona Ferancová verantwortlich, für die Choreografie Laci Strike, der auch den Julio tanzt. Sie hat sich einen Namen gemacht als Regisseurin und Autorin, er mit der Street Dance Academy.

Die Vorlage Shakespeares ist ja – viele junge Leute, Rivalitäten und Händel auf irgendwelchen Plätzen – auch ein Straßenstück. Also warum nicht Tanzarten, die von der Straße kommen, aufgreifen?

Bei der Premiere im historischen Theater der slowakischen Hauptstadt wird das Anliegen des Projekts schnell klar: Es gilt, Grenzen zu durchbrechen, Vorurteile zu kippen. Etwa die von den wilden Kerlen und ihren rauen Manieren. Also wird zu Beginn dick aufgetragen. Rap und Rotz und Rituale. Aber bald weiß jeder: Die harten Kerle haben einen weichen Kern, in jedem Romeo steckt eine Julia, darauf spielt schon der Titel an.

Die Produktion zeigt durchaus bemerkenswerte Ansätze – aber dabei bleibt es dann auch. Die ...

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Tanz Dezember 2013
Rubrik: kalender und kritik, Seite 44
von Boris Gruhl

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ausstellung_________

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