Die Norm der Form
In die heimelige Atmosphäre des gediegen restaurierten Görlitzer Theaters, stellt Franz Huyer seinen intimen Dreiteiler, dem das Schluss-Stück den Titel gibt: «Boléro». Um den inneren Zusammenhalt der gegensätzlichen Themen zu wahren, hat er auch selbst die Ausstattung entworfen. Auf Diagonalschräge trennt ein lamellierter grauer Vorhang die Szene in ein Davor und ein schwarzes Dahinter. Das Davor mit seinem gekreuzten blauen Bodenbelag ist eine geschlossene Krankenanstalt, in der Candelas nach dem Tod ihres Geliebten unter Gleichgestimmten dahindämmert.
Lucia, eine Leidensgenossin der Candelas, will als Handlangerin des Untoten dem maladen Mädchen helfen: Sie drapiert die Verstörte in ihrem Anstaltsweiß zur Braut und erhängt sie an einer Art Über-Tropf. Im Tod seien wahre Liebende ewig vereint.
Endet de Fallas düsterer «Liebeszauber» im Original tröstlich, so lässt Huyer alle Hoffnung fahren: durch Vorhang-Projektionen, eine ins Endlose führende Brücke. Klappen die Lamellen auf, erkennt man schemenhaft den Tanz der Außenwelt, wie er die Duette im Anstaltsbereich grundiert. Die – wie der ganze Abend – auf halbe Spitze gestellte Choreografie bemüht sich um unprätentiösen Ausdruck, ...
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Twenty-six leading directors of ballet companies from around the world met in Hertfordshire, England for the second “Rural Retreat: Ballet Into the 21st Century,“ organised by Dance East. The conference resolved to “Communicate to governments, funding bodies and opinion formers and the broader community, the value, creativity and vitality of ballet and its...
Die Jury ließ sich vom Publikum nicht beeindrucken. Das hatte dem 17-jährigen Ukrainer Zherlin Ndudi nach jedem Auftritt begeisterten Beifall gespendet. Es bejubelte dessen kecken Korsar und die mit kühler Präzision getanzte zeitgenössische Variation, dann die freie Darbietung «Hummelflug» (Choreografie: Anzelika Cholina). Die präsentierte Ndudi akrobatisch,...
