Abschied
Tanz- und Sportwissenschaftlerin an der Phillips Universität Marburg, ist am 28. April dieses Jahres nach schwerer Krankheit gestorben. Seit 2004 hatte sie dort als Professorin am Institut für Sportwissenschaft und Motologie gelehrt und als Wissenschaftlerin gearbeitet. Sie war Mitglied des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung, außerdem Prodekanin des Fachbereiches Erziehungswissenschaften und Akademische Leiterin des von ihr mit initiierten MA-Studiengangs «Kulturelle Bildung an Schulen».
Nicht nur an der Marburger Universität, sondern auch in der Gesellschaft für Tanzforschung e.V (gtf) war Anke Abraham eine überaus geschätzte Kollegin und äußerst fachkompetente Ratgeberin, die durch ihre Beiträge substanziell zur Entwicklung der tanzwissenschaftlichen Forschung insbesondere auf dem Gebiet der Körpersoziologie beigetragen hat. Aufmerksam den fachlichen Diskurs verfolgend, immer profund argumentierend und dabei ausgesprochen einfühlsam, begleitete sie über viele Jahre die Arbeit der gtf. Daher trauern alle, die sie als Kollegin kennengelernt haben, aufrichtig um sie.
Anke Abraham war noch in der Rhythmischen Sportgymnastik als Leistungssportlerin ...
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Tanz August/September 2017
Rubrik: Praxis, Seite 75
von Claudia Fleischle-Braun
«Heavy lifting! Ja. Heavy lifting, moaaaah.» Ein kurzes Stöhnen grollt aus Meg Stuarts Kehle. Es ist der Sound des Mitfühlens, denn so klingt, was die Tänzer in diesem Augenblick tun: Sie drücken sich wieder und wieder vom Boden weg, springen, aber mit Körpern, die aussehen wie tropfnass-vollgesogene Säcke. Sinnloser Versuch, mit einer Bewegung die Materialität des...
Newcomer: Marcus Pei
Er hat schon manchen Preis gewonnen – in Mathematik zum Beispiel. Denn Marcus Pei ist ein mathematisch-musisches Phänomen. Er fand die logischen Naturwissenschaften als Kind spannender als das Ballett und ließ sich von der Mutter eher widerwillig in den Tanzsaal schieben. Irgendwann hat es ihn dann doch gepackt – als er in musikalischen und...
Er war der erste Neuzugang, den das Wuppertaler Tanztheater nach dem Tod von Pina Bausch aufnahm – und Paul White machte sich so gut in deren Stücken, dass der Australier, der ursprünglich für eine Auszeit nach Berlin gekommen war, vielen auffiel: 2014 wählten ihn Kritiker bei der Umfrage dieser Zeitschrift zum «Tänzer des Jahres». Als athletischen, starken...
