Praxis
je t’ A.I.M.E
Sie haben eine «Vereinigung von Individuen in engagierten Bewegungen» gegründet. Was macht sie genau?
Julie Nioche: A.I.M.E. soll nicht nur Werke für die Bühne kreieren, sondern auch pädagogische und medizinische Projekte betreiben, die Tanz beinhalten. Jeder von uns arbeitet selbstständig in seinem Bereich. Ich in der Kunst, Isabelle Ginot in Lehre und Forschung, Michel Repellin engagiert sich für Aidskranke, Gabrielle Mallet ist Physiotherapeutin und Osteopathin. Aber in jede Arbeit fließen die Fähigkeiten der anderen ein.
So habe ich ein Kolloquium zum Thema Körperbild organisiert, mit Psychologen, Physiotherapeuten und Osteopathen. Michel und ich studierten zusammen Osteopathie. Bei Isabelle steht der Austausch zwischen Theorie und Praxis im Mittelpunkt. Wir haben gemeinsam einen Studiengang zum Thema «Techniken des Körpers und Behandlungspraktiken» ins Leben gerufen, der im März begann. Wir machen Angebote für Aidskranke und Massagemethoden in Krankenhäusern, wobei wir deren Wirkung wissenschaftlich untersuchen. Künstlerisch verwendete ich unsere Behandlungsmethoden bereits bei den Rencontres chorégraphiques internationales de Seine-Saint-Denis mit Gabrielle ...
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Eva Evdokimova tanzte die Giselle voll erlesener Poesie, formvollendet, hochmusikalisch, leichtfüßig und bei aller Fragilität von einer Fraulichkeit, als hätte der Geist der Romantik von ihrem Körper Besitz ergriffen. So debütierte 1970 die Genfer Tochter eines bulgarischen Vaters und einer amerikanischen Mutter 22-jährig an der Deutschen Oper in Berlin. Nur zwei...
Garderobe, unten «Wenn ich nach Hause komme, zieh ich meinen Mantel und meine Schuhe aus. Dann sehe ich in der Garderobe zuerst das Ölbild von Marie Camargo, eine der berühmtesten Tänzerinnen des 18. Jahrhunderts. Es ist leider nicht das Original von Nicolas Lancret, aber eine schöne Kopie aus dem 18. Jahrhundert. Ich freue mich, wenn ich sie sehe. Camargo war...
Ein Stück über den Holocaust? Ein Stück über «uns», die dritte Generation, die nicht mehr und noch immer betroffen ist von der Wucht einer unbegreiflichen Vergangenheit? Ein Stück über Bilder, die uns beim Aufwachsen begleiteten, Erzählungen und Albträume, die uns unsere Großeltern mitgaben? Der Berg an Fragen, den der Hamburger Choreograf Jochen Roller an sein...
