Ausstellungen 6/19
Danser Brut
Bevor Sigmund Freud, Begründer der Psychoanalyse, sich in der Wiener Berggasse niederließ, hatte er Lehrjahre in Paris absolviert: beim Neurologen Jean-Martin Charcot, der aus den hysterischen Anfällen seiner Patientinnen eine Art Performance machte und diese fotografisch dokumentieren ließ. Was in den Fotobänden aus Charcots Klinik zu sehen ist, hat viel mit Tanz zu tun, etwa mit den expressiven Gebärden, die eine Valeska Gert in den 1920er-Jahren auf die Bühne brachte.
Solche Verbindungen macht die Genfer Ausstellung «Danser Brut – le corps instrument» sichtbar und präpariert dabei auch die Linien heraus, an die Pioniere wie Merce Cunningham anknüpften. Das spannende Panorama ist zu sehen in Genf, bis 15. Juni, Flux Laboratory; www.fluxlaboratory.com
Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, www.smb.museum
Die Breakdancer von Flying Steps und das brasilianische Künstlerduo OSGEMEOS inszenieren «Bilder einer Ausstellung», basierend auf Modest Mussorgskys Klavierzyklus (tanz 3/19). Bis zum 2. Juni
Bonn, Bundeskunsthalle, www.bundeskunsthalle.de
«Michael Jackson. On the Wall»: Werke von mehr als 40 Künstlern und Fotografen (tanz 3/19). Bis zum 14. Juli
Florenz ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2019
Rubrik: Kalender, Seite 48
von
Ben J. Riepe erhält die «Tabori Auszeichnung 2019». Seine Düsseldorfer Kompanie wird geehrt «für ihre choreografischen Umstürze und Aufbrüche auf Bühnen, in Museen und Straßen, durch die sie sich eine herausragende Position im Tanz erarbeitet hat.» Das stimmt, und Riepe wird am 9. Juni mit seinem jüngsten Stück «Medo/Angst» beim Kölner «Sommerblut Festival» erneut...
An Lavinia Schulz kommt man nicht vorbei. Zumindest nicht in Hamburg, wenn man die U-Bahn benutzt. Ein hell erleuchteter Foto-Fries lässt ihre grotesken Gestalten wiederauferstehen. Wer sich des «Triadischen Balletts» erinnert, wird vielleicht für einen kurzen Besinnungsmoment innehalten. Informationen gibt es ist jedenfalls nicht im Durchgang unweit des...
Nach der 2018 gestarteten «Akademie für Performing Arts Producer» (s. Foto) legt das «Bündnis internationaler Produktionshäuser» – bestehend aus sieben bedeutenden Institutionen der zeitgenössischen performativen Künste – mit einem neuen Fortbildungsangebot nach: Zwischen November 2019 und März 2020 können Journalistinnen und Journalisten im Rahmen der «Akademie...
