Ausstellungen 4/19
Alles tanzt!
2015 kam der Nachlass von Rosalia Chladek ans neu gegründete Tanz-Archiv der Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien – ein einzigartiger Fundus. Nun wird er zum Ausgangspunkt einer großen Schau im Theatermuseum, die der Tanzmoderne gewidmet ist, vor allem den Choreografinnen und Tänzerinnen, die im ersten Drittel des 20. Jahrhunderts beherzt neue Wege beschritten. Neben Berühmtheiten wie Isadora Duncan oder Grete Wiesenthal stellt die Kuratorin Andrea Amort auch unbekanntere Künstlerinnen aus Österreich vor, die eine Wiederentdeckung wert sind.
Besonders interessant ist die bis heute nicht abgeschlossene Auseinandersetzung mit der Nazi-Zeit: Gehen, bleiben, kooperieren oder innerlich emigrieren? Diese Fragen drängten sich auch den Tanzschaffenden auf – und wurden unterschiedlich beantwortet. «Alles tanzt! Kosmos Wiener Tanzmoderne» richtet den Blick auf sagenhafte Experimente und einen Fortschritt, den das Dritte Reich – je nach Künstlerpersönlichkeit – vereinnahmte oder ausbremste. Ein materialreicher Begleitband erscheint beim Verlag Hatje Cantz, die Schau ist zu sehen bis zum 10. Februar 2020.
www.theatermuseum.at
Berlin, Hamburger Bahnhof – Museum für ...
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Tanz April 2019
Rubrik: Kalender, Seite 50
von
In New York geboren, an der John-Cranko-Schule ausgebildet, beim Stuttgarter Ballett als Solist engagiert: Coburgs Ballettdirektor Mark McClain bringt einen Hauch große weite Welt ins oberfränkische Idyll. Coburg ist ein bildhübsches Städtchen, geradezu ideales Ambiente für die kleine, feine Kompanie – zehnköpfig, multidivers und vom Hausherrn im zweiten Teil des...
Merce Cunningham setzte Zeit seines Lebens eigene Maßstäbe, da darf auch mal eine «Night of 100 Solos» aus der Reihe und um die halbe Welt tanzen. Schließlich handelt es sich bei «A Centennial Event» um ein Jahrhundertereignis – das am 16. April stattfindet, zum hundertsten Geburtstag des Choreografen. Punkt 19.45 Uhr beginnt die Nacht der Nächte im Londoner...
Das Bildnis ist bezaubernd schön. Noch bevor die Azione teatrale per musica in Luzern so richtig in Gang kommt, lässt sich Eurydike sehen. Nicht wirklich, ruft man sich die Geschichte aus der griechischen Antike in Erinnerung, sondern als Konterfei einer Geliebten, deren vorzeitigen Tod Orpheus beklagt. Am Luzerner Theater ist der mythische Sänger auch dann kaum...
