Ein Brief aus Zagreb
Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer
Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino Lika ausbaut. Die oberen Balkone werden zu Studios, der Saal zum Theater. Eröffnung soll im Oktober 2006 sein. Gewidmet ist es den zwanzig kroatischen Tanzkompanien.
So viele zählt Iva Nerina Siblia, die Herausgeberin des Tanzmagazins «Kretanja» (Bewegungen) und eine der Leiterinnen des Tanzprojekts llinkt!. Auch Goran Sergeij Pristas von der Kompanie BadCo gibt eine Zeitschrift heraus: «Frakcija». Die Szene denkt hier selbst, schreibt selbst und lädt deutsche Choreografen wie Max Schumacher, Stephanie Thiersch und Chris Ziegler ein. Deutsche fragt man nach dem Befinden von Gordana Vnuk, der Leiterin des hiesigen Festivals Eurokaz, die seit vier Jahren im Hauptberuf Kampnagel in Hamburg führt. Kommen kanadische Gäste, erkundigt man sich nach Mirna Zagar, Leiterin der hiesigen Tanzwochen, die seit acht Jahren in Vancouver ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die Westschweizer Tanzszene ist ohne Philippe Saire nicht vorstellbar. 1995 bezog seine Kompanie das Théâtre Sévelin 36 in Lausanne: Es wurde zum Tanzzentrum der Romandie schlechthin. Hier veranstaltet er Festivals und bringt fast jedes Jahr eine eigene Kreation heraus. Sein neues Stück «Sang d’encre», Blut aus Tinte, aber wurde in Basel uraufgeführt als...
Dass sie in Biarritz gern Neues erfinden, mag an den jodhaltigen Winden des Atlantiks liegen, am Tor zu Spanien und an den vielen skurrilen baskischen Sportarten direkt vor der Tür. Der mondäne Badeort nennt sein Herbstfestival «Le Temps d'aimer la danse». Vor ein paar Jahren erfand man hierzu la gigabarre, eine Ballettstange auf einhundert Metern Strandpromenade...
Five years ago you were the youngest chief choreographer of any company in the Netherlands. Why do you quit your engagement with Scapino next March? After finishing school I started immediately working for Scapino Ballet: an opportunity to create work for big scale venues, with a large ensemble of highly skilled dancers and many possibilities to work with...
