Stichprobe

In Köln beginnt Amanda Miller neu

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Seit die Stadt Köln sich vor acht Jahren Jochen Ulrichs Tanz-Forum entledigt hat, versuchte sie mit prominenten Gastspielen ihr Gesicht zu wahren – Profil war so nicht zu gewinnen. Nachdem viele Bemühungen um ein neues Ensemble scheiterten, ist nun mit Amanda Miller der Neuanfang gemacht: Ihr Ballett Freiburg Pretty Ugly heißt nun pretty ugly tanz köln. Der Empfang der Neukölner bei der ers­ten Premiere im Schauspielhaus war freundlich, ja warmherzig – auch wenn Millers Neubearbeitung ihrer «Sommernachtstraum»-Version für die neue Wirkungsstätte eher die Sinne benebelte.


«Oberon’s Flower» entstand 2001 für Freiburg. Seitdem hat sich für die Amerikanerin viel verändert. Nach dem unerfreulichen Abschied aus dem Breisgau schöpfte die hochsensible Künstlerin neue Kraft in Indien. In Dharamsala, wo der Dalai Lama lebt, konzentrierte sie sich auf den tibetischen Buddhismus. In einem Geshe – ein in der Klosterhierarchie über den Mönchen stehender spiritueller Meister – fand sie einen Freund.
Mit dessen Augen, so die Choreografin im Gespräch, betrachte sie nun Oberon. Und so erscheint der Elfenkönig als kahl geschorener Mönch, der auf weit aufgerissener Bühne hier und da ein Feuerchen ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: On Stage, Seite 45
von Bettina Trouwborst

Vergriffen
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