highlights
bochum: william forsythe
Vielleicht dieses oder doch etwas anderes – wer die Wahl hat, hat nicht die Qual, sondern die Lust, Kompetenzen zu erwerben, um sich als Tänzer zu entscheiden. Für diese Bewegung oder jene. Die unstillbare Lust, mit der William Forsythe an der Erweiterung der Potenziale des Tanzes arbeitet, eröffnet seinen Tänzern ungewohnte Freiheiten. Auch der Zuschauer muss nachlegen und lernen, wie ein immenses Angebot an vielfältigen Möglichkeiten unsere Wahrnehmung umbaut.
Nach dem groß angelegten Installationsprojekt «The Defenders», das Forsythe im vergangenen Jahr in die Bochumer Jahrhunderthalle gebracht hatte, präsentiert die Forsythe Company nun eine neue Uraufführung für die «Ruhrtriennale»: «Now This When Not That». Das Setting stammt wieder von Forsythe, die Musik von Thom Willems. Premiere ist am 5. Oktober.
ruhrtriennale.de, theforsythecompany.de
oslo: coda
Dem Run auf das Neue folgt, beinah gesetzmäßig, der Run auf das Alte. Mit Yvonne Rainer, Deborah Hay und Susanne Linke feiert das «CODA Oslo International Dance Festival» diejenigen, die die Norwegerin Lise Ferner im selben Festival und ohne Spur von Ironie «My Great-Grandmother’s Green Corset, Revisited» ...
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Tanz Oktober 2011
Rubrik: kalender und kritik, Seite 29
von
Raum ist in der kleinsten Hütte. Manchmal genügt auch ein Couchtisch, um darauf ein Tanzstück zu choreografieren. Obendrauf treten sich Wolfgang Boos und Nora Schott gegenseitig nicht mal auf die Füße, auch wenn sie sich nicht aus dem Weg gehen können. Er spricht. Sie tanzt. Berührungsängste gibt es auf beiden Seiten nicht. Von einer ernsthaften Beziehung kann auch...
«Sadeh 21» heißt Ohad Naharins jüngste Arbeit. Vorgestellt beim letzten «Israel Festival», basiert sie wie gewohnt auf seiner «Gaga»-Technik, die durch Improvisation und Bildassoziationen jene Bewegungsqualität erzeugen will, die etwas farbiger, extravaganter und vor allem gefühlsbetonter daherkommt, als man es sonst im zeitgenössischen Tanz zu sehen bekommt.
Man...
Marietta Piekenbrock, Sie laden dezidiert Künstler ein, nicht Kunstpädagogen, um mit ihnen die Kinder zu erobern?
Ja. Staunende Ignoranten und Konfrontationsfreudige, die bereit sind, mit den Kindern Erfahrungsräume zu betreten, die auch sie noch nicht kennen. Projekte, die nur erziehen, fördern oder vermitteln wollen, haben eins gemeinsam: Die Hauptquelle liegt...
