Let's Dance
Jeden Samstagabend kommt «Let’s Dance». Gute, also bis tief in den Mai zu ertragende RTL-Unterhaltung heißt, Kandidaten in eine Zwangssituation zu bringen. Nichts scheint in Deutschland unangenehmer als zu tanzen, und das noch mit echten Tänzern! Schon in der Pilotsendung klagt Soap-Schauspieler Wayne Carpendale über Schulterschmerzen, die No-Angels-Ex Sandy Mölling über Bronchitis, TV-Moderator Axel Bulthaupt über Rückenschmerzen, Schauspielerin Wolke Hegenbarth über Gelenkschmerzen. Sie sind Deutschland.
Die Tänzerinnen sind dagegen sehr sexhungrig: Anna Karina Mosmann sieht sich als «leidenschaftlich», Uta Deharde als «katzenhaft», Roberto Albanese als «verkörperter Mann»; Sofia Bogdanova bringt es auf den Punkt: «Eigentlich ist Tanzen Sex». Fest beißen die Kandidaten die Zähne zusammen, erzählen lieber vom Krankenstand und lassen sich nach einem nur zweiminütigen Tänzchen demütigen. Ihr Wertungsrichter heißt Joachim Llambi, der mit viel Contenance: «Flachfüßer!» oder «Klosterschülerin!» schimpft. Er ist noch harmlos, klebt doch der Zehnkämpfer Jürgen Hingsen am Hintern der Partnerin wie am Kotflügel eines Gebrauchtwagens, lässt sich die Politikerin Heide Simonis so schlapp ...
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The Kibbutz Contemporary Dance Company with artistic director Rami Be’er is one of Israel’s foremost dance companies, regularly delivering large-scale works of great interest, and “Foramen Magnum” is no exception. Visual stimulants in the shape of clever lighting design and original set elements, both conceived by Be’er himself, play an important part, and those...
Die Kids sind in Massen gekommen. Und stopfen sich Massen von Chips in den Mund. Sollte das der Beitrag der Tanzkunst zur Volksgesundheit sein, wie es britische Tanzpolitiker in letzter Zeit preisen? Denn wäre es um den Volkskörper so bestellt, als würde er vor der Glotze hocken. Doch sobald die Tänzer der Henri Oguike Dance Company zu den Taiko-Trommeln in «Second...
Die Kunst des Malers wie des Bühnenbildners bestehe darin, das Licht auf den Körpern und Dingen optimal einzufangen, war die Überzeugung von Jean-Paul Vroom. Er war Maler von Beruf und aus Leidenschaft. Als Bühnenbildner wurde er weltberühmt. Von 1970 bis 1984 entwarf er die Bühnen und oft auch die Kostüme für die Choreografien von Hans van Manen: für «Situation»...
