Vladimir Malakhov
Vladimir Malakhov ist sauer – und zwar zu Recht. Im vergangenen Sommer befanden sich die Berliner Opernintendanten in einer merkwürdigen Situation. Sie wussten etwas, das weniger sie selbst als vor allem Vladimir Malakhovs Staatsballett betraf. Nur Malakhov selbst wusste nicht Bescheid. Die Kulturpolitik plante einen Umzug des in der Staatsoper angesiedelten Staatsballetts in die Deutsche Oper. Darum geht es: Von 2010 bis 2014 wird die Berliner Staatsoper für über 200 Millionen Euro aufwändig renoviert.
Mehr als 30 Millionen lassen sich sparen, wenn man das Magazingebäude unsaniert belässt. Da dann aber der Platz nicht ausreicht, müsste das Staatsballett an die Deutsche Oper umgesiedelt werden. Durch eine Fusion der Opernwerkstätten werden dort riesige Flächen frei, und für nur 3,5 Millionen Euro könnte man daraus eine Infrastruktur mit zahlreichen großen Studios für das Ballett bauen. Die Überlegungen des Regierenden Bürgermeisters und Kultursenators Klaus Wowereit sowie seines Staatssekretärs André Schmitz sind also nachvollziehbar. Nur: Während sich über die Opern dank zusätzlicher Mittel von Bund und Land demnächst ein warmer Geldregen ergießt, werden die Interessen des ...
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Es gibt nur eine Choreografie in der Tanzgeschichte, mit der man immer wieder Geschichte schreiben kann: «Le sacre du printemps», das berühmte Frühlingsopfer. Igor Strawinsky komponierte es in Lausanne, wo Ballets-Russes-Chef Serge Diaghilev sich 1915 mit dem Choreografen Léonide Massine direkt am See in die Villa Belle Rive einmietete. Man sprach über Kubismus,...
«Sie gehen daher wie ein Schemen», heißt es im Text. Schattengleich erscheinen darum Menschen, die erst in der Erinnerung wieder erkennbare Gestalt gewinnen. Diese «Geisterbeschwörung» positioniert Ralf Dörnen zunächst unter einem Podest, auf dem die Gesangssolisten, der Chor und das Philharmonische Orchester Vorpommern Platz genommen haben. Völlig in diesem...
Um eins gleich vorwegzunehmen: Pop ist groß, ist krass und macht Gänsehaut. Immer noch, müsste man fast hinzufügen, denn zwischendurch war ich mir da nicht mehr so sicher. Das lag eigentlich nie an den Akteuren, sondern an der Abgeklärtheit, die sich nach zwei Jahrzehnten Pop wohl zwangsläufig einstellt. Davon, in meinem Fall, fünf Jahre als DJ, Partyorganisator...
