Paris: Alvin Ailey American Dance Theater on tour
Spitzenklasse sind sie immer gewesen, die Ailey-Tänzer: technisch stark, physisch muskulös und dramatisch expressiv – egal, was sie gerade tanzten. Unter der Leitung des Choreografen Robert Battle hat sich das Niveau des Repertoires endlich an das der leistungsstarken Tänzer angepasst. Auch wenn das erhebende «Revelations» von 1960 nach wie vor ein Highlight bleibt, veredelt die Company inzwischen auch andere Tanzstücke, die das afroamerikanische Erbe zelebrieren: «Four Corners» (2013) und «Open Door» (2015) von Ronald K.
Brown etwa, treffliche Beispiele für eine spirituell unterlegte Fusion von West African Dance, Modern, Ballett –, aber auch Robert Battles energiegeladenes Männerstück «The Hunt» (2001), oder das unwiderstehliche «Exodus» (2015) der Hip-Hop-Legende Rennie Harris.
Senior-Kompaniemitglied Hope Boykin hat 2016 mit «r-Evolution, Dream» als Choreografin debütiert. Darin kommen jüngere Kollegen wie der androgyne Ghrai DeVore, die ballettöse Samantha Figgins oder die umwerfende Jackie Green zum Zuge – wobei in punkto Bewegung das Revolutionäre eher zurücktritt hinter das Evolutionäre. Aufrührerischer wirkt Robert Battles «No Longer Silent» von 2007, das an den ...
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Tanz Juli 2017
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 47
von Wendy Perron
Gesellschaftstanz
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