mulhouse: Martin Zimmermann: «Hallo»
Hallo, hallihallo, ist da wer? Unter der Falltür, in der Kiste, hinter den Spiegeln? «Hallo», ruft Martin Zimmermann scheu, erschrocken nach dem Woher eines Geräusches fahndend, auf der Suche nach sich selbst, nach allen möglichen Ausprägungen seiner Bühnenfigur – ein schlaksiger Waghals in weißem T-Shirt und schwarzer Tight. «Hallo» ist Zimmermanns erstes Solo nach einer ganzen Reihe von Triumphen, zuerst als Trio (MZdP) und seit 2006 im Duo mit dem Musiker, Komponisten und Performer Dimitri de Perrot («Gaff Aff», «Öper Öpis», «Hans was Heiri»).
Und so schaut er diesmal einzig ins Gesicht seines Spiegelbilds, bis etwas später doch noch sein Zwillingsbruder (der Bühnenmeister Roger Studer als Statist) erscheint, und beide mit einer Martin-Zimmermann-Maske in identischen Klamotten vor uns stehen – hallo, welcher von beiden bist du denn, Martin? Dabei sieht man Zimmermann virtuos wie immer: Er jongliert mit einem Hut und dem Unterkörper einer Schaufensterpuppe, sticht sich eine teleskopische Fahnenstange wie ein Schwert in den Bauch, verzehrt einen unter den Brettern versteckten Snack wie ein Hamster oder setzt sich auf einen Stuhl ohne Sitzfläche und bleibt so stecken. Das ...
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Tanz Januar 2015
Rubrik: kalender und kritik, Seite 50
von Anna Hohler
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Der Theaterverlag – Friedrich Berlin GmbH
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