Cottbus: Torsten Händler «Alice im Wunderland»

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Es gibt Ballettensembles, die gibt’s eigentlich gar nicht. 1997 hat der Brandenburgische Kulturminister Steffen Reiche am Staatstheater Cottbus die Tanzsparte geradezu handstreichartig weggespart. Aber ein paar der Tänzer, als «Edelstatisten» dem Musiktheater zugeordnet, ignorierten einfach ihre Abschaffung und entwickelten sich erst unter Leitung von Michael Apel, dann unter Dirk Neumann zu wahren Überlebenskünstlern.

Mal waren es Stücke von Nils Christe, die sie vor dem Vergessen bewahrten, mal Arbeiten von Adriana Mortelliti, Winfried Schneider, Ralf Rossa, Giorgio Madia oder Lode Devos, die das Interesse der Zuschauer in der «ballettlosen» Zeit nicht erlahmen ließen. Vor allem aber waren es zwei Uraufführungen von Torsten Händler, «Die kleine Meerjungfrau» (2007) und «Ein Tag bei Norma» (2008), mit denen die acht ihre ungebrochene Kreativität bekräftigen konnten. 

Ein solcher Einsatz muss honoriert werden, dachte sich wohl Interimsintendant René Serge Mund. Bemüht, das Staatstheater Cottbus aus den negativen Schlagzeilen der letzten Monate herauszuholen, etablierte er das Ballett wieder als Sparte – und das verbliebene Ensemble demonstrierte seine Eigenständigkeit gleich mit ...

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Tanz November 2018
Rubrik: Kritik, Seite 36
von Hartmut Regitz

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