Maren Strack
Maren Strack
«Hotel Idyll»
Vor zwölf Jahren lernten sie sich kennen: die Flamenco-Tänzerin Maren Strack und der Geräuschemacher Max Bauer. Was gut passt: Flamenco macht eine Menge Geräusch. In ihrer ersten Performance «Ytong» zertanzte Maren Strack noch ganz allein den gleichnamigen weichen Stein zu weißer Asche. Dabei klackte sie rhythmisch mit der Zunge, ersetzte so die fehlenden Kastagnetten, die erst auftauchten, als sie in «muddclubsolo» an ihrem langen roten Haar aufgehängt an einem Kranhaken hing.
Sie tanzte wenige Zentimeter über dem Erdboden, gekleidet in ein scharlachrotes Schlechtwetter-Zelt. Und brachte mit ihren Kastagnetten ihren Partner zum Schweigen; ausgerechnet den Meister der Geräuschemacher. Wenn Max Bauer mit zwei Bürsten über eine Kissenhülle streicht und dazu pfeift, klingt es wie Meeresrauschen mit Möwengeschrei. Idyllisch. Und wenn Bauer, der sonst in Filmen wie Wolfgang Petersens «Das Boot» Geräusche nachsynchronisiert, ein paar Gummihandschuhe über einer Wasserschale knetet, hört es sich an, als würde es regnen.
Jetzt, beim vierten Teil der Werkschau von Maren Strack in Bremen, wollen die beiden in «Hotel Idyll» ihre Zusammenarbeit etwas weiter ausbauen. ...
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