tanz hat recht
«Als Solotänzerin habe ich letzten Juli eine Nichtverlängerung bekommen. Ich bin der Auffassung, dass das nicht geht, denn mit Ende der Spielzeit 2010/11 war ich 15 Jahre ununterbrochen an diesem Theater tätig. Darüber hinaus kann ich mir nicht vorstellen, dass die Gründe, die mir der Intendant für die Nichtverlängerungsmitteilung bei der Anhörung genannt hat, wirklich stimmen können. Er hat Bezug genommen auf meine tänzerischen Leistungen und beispielhaft meine Leistungen in einer Produktion genannt. In der einen Produktion habe ich aber überhaupt nicht getanzt, weil ich krank war.
»
In Ihrer Schilderung werden gleich zwei Fragen angeschnitten, die für Tänzer, die mit einem Normalvertrag Bühne an einem Theater beschäftigt sind, wichtig sind.
Zunächst einmal geht es um die Frage, ob man Ihnen denn im Juli 2011 überhaupt die Nichtverlängerungsmitteilung hätte aussprechen dürfen, obwohl die Spielzeit 2010/11 Ihre 15. Spielzeit war. Diese Frage muss ich eindeutig mit Ja beantworten, denn die Normalvertrag-Bühne-Regelungen, die einen besonderen Beendigungsschutz nach 15 Jahren (Spielzeiten) vorsehen, sind diesbezüglich eindeutig.
Sowohl § 61 Abs. 3 Normalvertrag Bühne, der für Solotänzer ...
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Tanz Dezember 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Anke Flock
ist kein Wettbewerb. Ein Wettkampf ist ein Kampf, auf den man Wetten abschließen kann. Die Regeln sind sonnenklar. Redet man dagegen vom Wettbewerb, sagt ein Politiker das gern so, als hinge das Überleben der ganzen Gesellschaft daran. Er warnt vor einer drohenden Verzerrung des Wettbewerbs. Der Wettbewerb an sich sei etwas Gutes, es gehe etwa um Chancengleichheit....
Bartabas: «Calacas» in Paris
Kevin O'Day: «I'm with the band» in Mannheim
Toula Limnaios: «anderland» in Berlin
ab 10. Dezember: «Flux» im Staatstheater Kassel
ab 28. Dezember: Jean-Christophe Maillot: «Lac» in Monte-Carlo
Dürfen es zwanzig Minuten sein, fünfzehn, acht oder nur vier? Wer zum Wettbewerb fährt und um Preisgelder buhlt, muss sich einem strikten Format unterwerfen. Die Gelegenheiten dazu häufen sich. Die Frage ist nur: Ist das gut oder schlecht? Die bepreisten Kompanien oder Tänzer, und somit der Tanz insgesamt, mögen dadurch etwas Aufmerksamkeit erzielen. Und: Wo...
