Ausbilden - In der Akademie
Caroline Llorca, Sie waren selbst Erste Solistin in Paris, gelten als Spezialistin der Vaganova-Technik, seit 2001 sind Sie Professorin für Klassisches Ballett an der Ballettakademie der Münchner Hochschule für Musik und Theater. Was braucht der Nachwuchs? Liebe, Leidenschaft, Vertrauen. Sie brauchen unsere Zuneigung, um ihre Träume verwirklichen zu können.
Schließlich versuchen wir gemeinsam, aus dem Körper eine Stradivari zu machen – auf der sie dann spielen können, was immer sie wollen. Ob und was das ist, ist allein ihre Entscheidung, wenn vorher die richtigen Weichen gestellt worden sind. Dafür tragen meine Kollegen und ich die Verantwortung.
Was suchen kleine Mädchen schon ab fünf, sechs Jahren im Ballett? Alle Kinder kommen zum Ballett, weil sie im Theater eines gesehen haben. Also eine professionelle Inszenierung, komplett mit Kulissen, Musik und prächtigen Kostümen. Tänzer, die zehn oder mehr Jahre hart trainiert haben. Und wir stellen sie an die Stange und verlangen acht lange Jahre lang, dass sie Développé devant und Battement tendu ...
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Tänzer. Ein Metier für Körper, Geist und alle Sinne. Kunst und Handwerk. Unerklärliche Berufung und harte körperliche Arbeit. Wer den «Beruf: Tänzer» ergreift, ist in jedem Fall: ein Überzeugungstäter. Nach einer langen, fordernden, hochspezialisierten Ausbildung muss man den Sprung auf die Bühne erst noch schaffen. Einmal dort, ist mit geregelten Arbeitszeiten so...
Am 18. Mai 1909 wurde im Théâtre Châtelet die Saison Russe mit dem «Pavillon d'Armide» eröffnet: kein Ballett gab die Visionen Diaghilews sichtbarere Gestalt als jenes Drame chorégraphique en un acte et trois tableaux eines gewissen Mikhail Fokine. John Neumeier spricht von einem «unglaublichen Erfolg», die das Werk erfahren habe, von einer «regelrechten...
Selbst in Spanien spricht man von einer Renaissance des Flamenco. Tänzer wie Israel Galván beweisen, dass der ursprüngliche Volkstanz einen erneuerten Platz auf der Theaterbühne verdient. Postmoderner Flamenco wird, zumindest für die Los Angeles Times, zum Begriff, und Aurélien Borys neuestes Stück für die französische Tänzerin Stéphanie Fuster gehört in genau...
