vanessa van durme

Die Transsexuelle stürmt im Tanz die Bühne, nicht in Drag, sondern à la Alain Platel

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Ein Exsportler wird derzeit durch die Talk­shows gereicht. Balian Buschbaum heißt der Mann, ein drahtiger Kerl mit Bürstenhaarschnitt, der das Publikum zu Lachsalven hinreißt. Offenherzig berichtet Buschbaum, wie es sich anfühlt, ein Mann zu sein, ja, wie er überhaupt dieses rettende Ufer erreicht hat und seitdem seine Virilität genießen kann: «Es gibt eine kleine hydraulische Pumpe, die das beste Stück zum Stehen bringt.» Bei Buschbaum bleibt keine Frage offen, und genau das ist seine Mission.

Denn vor zwei Jahren saß Balian noch als ­Yvonne auf den gleichen Studiosesseln und erklärte, warum eine erfolgreiche Stabhochspringerin der Leistungselite den Rücken kehrt: «Ich fühle mich als Mann, und diesem Gefühl werde ich meine Anatomie anpassen.»

Balian Buschbaum und die belgische Aktrice Vanessa Van Durme haben von Kindesbeinen an die gleiche Erfahrung gemacht: Der eigene Körper blieb ihnen fremd und passte nicht zum seelischen Erleben. Nur war Van Durme in der Gegenrichtung unterwegs und hat ihren «beautiful cock» vor 35 Jahren in eine «nice little pussy» verwandeln lassen – Metamorphose per Skalpell. Transsexualität oder Transgender heißt das Phänomen, seit Jahrzehnten ein ...

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Tanz August 2010
Rubrik: sexualität, Seite 36
von Dorion Weickmann

Vergriffen
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