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Für viele ist es das Stück für die einsame Insel: Jerome Robbins’ «Dances at a Gathering». Das große Werk ist jetzt im Repertoire des Hamburg Balletts

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Lange Zeit war «Dances at a Gathering» ein fast mystisches Ballett – kaum gesehen und viel besungen. Zu seinen Lebzeiten gestand Jerome Robbins kaum einer Handvoll auserwählter Kompanien das Recht zu, dieses Werk zu tanzen, akzeptierte nur die besten Solisten und ließ sie bis zum Exzess proben. Aber wo immer man über das Ballett las, da knieten die großen Kritiker in Anbetung und packten die Superlative aus: Robbins sei ein Genie, sein Stück ein Meisterwerk, der Höhepunkt des ­klassisch-romantischen Tanzes oder gar das schönste Ballett des 20.

Jahrhunderts – eine Meinung, die auch der Hamburger Ballettchef John Neumeier teilt. Es gibt ehrwürdige Mitglieder der Ballettzunft, die dieses eine Stück auf die einsame Insel mitnehmen würden. Vielleicht weil es sich so leicht einpacken ­lässt, ganz ohne Kulissen, nur mit Klavierbegleitung, ein paar Flatterkleidchen.

Seit der Robbins Trust die Rechte an den Werken des berühmtesten amerikanischen Choreografen vergibt, sieht man «Dances at a Gathering» etwas öfter, das Ballett wurde nach über dreißig Jahren wieder beim Royal Ballet getanzt, in Kopenhagen und sogar in Deutschland, 2002 fand die ­Erst­aufführung in Stuttgart statt.

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Tanz Januar 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Angela Reinhardt

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